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Haider stellt Kanzler-Anspruch

Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (F) hat im Interview mit dem arabischen Nachrichten-Sender "Al Jazeera" deutlich den Anspruch auf die Funktion des Bundeskanzlers gestellt.

Er sehe eine “realistische Chance”, dieses Ziel auch zu erreichen. Den Wahlerfolg des Rechtsextremisten Jean- Marie Le Pen in Frankreich begründete Haider mit der “korrupten Politik” in jenem Land.

Der Starjournalist des in Katar ansässigen TV-Senders, Ahmad Mansour, wollte in dem Interview von Haider wissen, ob dieser auf Grund des starken internationalen Drucks sein Ziel, Bundeskanzler zu werden, aufgegeben habe. Er sehe keinerlei Grund, auf Druck von außen zu reagieren. “Wenn die Bevölkerung und meine Partei es wollen, dann bin ich bereit.” Er, Haider, sehe reale und intakte Chancen dafür, noch Bundeskanzler in Österreich zu werden.

Mansour versuchte mehrfach, Parallelen beziehungsweise Unterschiede zwischen Le Pen und der FPÖ von Haider erklärt zu bekommen. Haider wies eine Gleichartigkeit der beiden Parteien zurück und betonte vor allem, dass die FPÖ weder rassistisch noch fremdenfeindlich oder antisemitisch sei. In Frankreich sei die Situation völlig anders als in Österreich.

Auf die Frage, ob ein Rechtsruck in Europa nicht eine Gefahr bedeuten würde, sagte Haider: “Ich sehe das überhaupt nicht so.” Er zeigte sich erfreut über die politischen Entwicklungen in Italien, Dänemark und den Niederlanden, wo rechtsgerichtete Parteien Erfolg hätten, was zu einer Konsolidierung Europas führen würde. “Rechts” zu sein sei kein Fehler. Es heiße schließlich auch Rechtsstaatlichkeit. “Links” bedeute hingegen im Sprachgebrauch, dass etwas “nicht in Ordnung” sei, so der Kärntner Landeshauptmann.

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