Hagelschäden bei Möth: Rund 50 Prozent Ernteausfall

Winzer Möth rechnet mit rund 50 Prozent Ernteausfall.
Winzer Möth rechnet mit rund 50 Prozent Ernteausfall. ©VOL.AT/Mayer
Mirjam Mayer (VOL.AT) mirjam.mayer@russmedia.com
Am Dienstagabend hagelte es in Vorarlberg. Die Reben von Winzer Möth in Bregenz blieben nicht verschont. VOL.AT war vor Ort.
Hagelschäden bei Möth
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Nach einem sonnigen Tag begann es am Dienstagabend in Teilen Vorarlbergs zu hageln. So auch in Bregenz. Das Unwetter richtete auch Schäden erneut an. Bei den dem See zugewandten Lagen von Winzer Sepp Möth wurden die Weinstöcke in Mitleidenschaft gezogen: An den Beeren und Gescheinen (Anm. d. Red.: Gescheine sind Blütenstände der Weinrebe) gibt es braune Flecken durch den Hagelschlag, die Blätter sind teilweise komplett zerschlagen. Neben den Weinstöcken wurde auch ein Baum entwurzelt.

Hagelschäden auf See-Seite

Man sei bereits "weit über der Schmerzgrenze", erklärt Möth gegenüber VOL.AT. Auf wetterabgewandter und See-abgewandter Seite seien die Trauben hingegen noch "picobello". Es könne sich noch einiges auswaschen, aber 50 Prozent der Gescheine und Trauben sei angeschlagen. Dazu kommt noch das schwül-warme Wetter mit einem "mächtigen Infektionsdruck".

Es sei für ihn und andere Bauern nicht nur ein finanzieller, sondern auch emotionaler Schaden. Hier zieht der Winzer einen Vergleich: "Wenn jemand ein neues Auto hat und er hat einen Haufen Dellen drinnen, könnte ich auch sagen, ja gut, es fährt ja noch", verdeutlicht er. "Ist schon ein bisschen ein bitterer Moment gerade."

Möth zeigt Hagelschäden bei den Weinstöcken – nebenan wurde ein Baum entwurzelt. ©VOL.AT/Mayer

"Ein heißer Ritt wirds werden"

Vergangenes Jahr habe es auch schon solche Schäden gegeben. Man könne aber durchaus noch von Glück reden, so Möth im VOL.AT-Gespräch: "Ich weiß bei Kollegen, Freunden, auf der Schweizer Bodenseeuferseite, da steht quasi nichts mehr und die müssen einen ganzen Weingarten komplett neu ausreißen, neu auspflanzen", gibt er zu verstehen. Dort gebe es drei Jahre lang keinen Ertrag.

Bei ihm sei nach derzeitigem Stand mit 40 bis 50 Prozent Ernteausfall zu rechnen. "Das werden wir aber kompensieren können durch größere Beeren größere Trauben", verdeutlicht der Bregenzer Winzer. Hier seien die nächsten 10 Wochen "heiß" beziehungsweise entscheidend. "Ein heißer Ritt wirds werden", ist sich Möth sicher.

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(VOL.AT)

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