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Hagel und Pilze trüben heimische Weinernte

Die heimischen Winzer blicken auf ein schwieriges Jahr zurück. Aufgrund der vielen Niederschläge hat es in allen Anbaugebieten starken Befall durch Pilzkrankheiten gegeben. Zusätzlich war der Weinbau von "einer der stärksten Hagelepidemien" betroffen.

Nach Angaben des Österreichischen Weinbauverbandes gibt es erstmals seit vielen Jahren Ernteausfälle in bedeutend starkem Ausmaß.

Trotz allem rechnet Weinbaupräsident Josef Pleil mit einer “mittelmäßig, durchschnittlichen Ernte”. “Noch nie” haben die österreichischen Weinbauern einen so großen Schaden erlitten, hieß es am Montag. Die durch Hagel entstandenen Schäden würden bisher 12,2 Mio. Euro betragen. Die Österreichische Hagelversicherung hat mit Stichtag 27. August 3.021 Schadensmeldungen verzeichnet. Zum Vergleich: 2007 sind 2.044 Schadensmeldungen eingegangen, 2006 waren es 1.251.

Besonders betroffen seien die Winzer im Burgenland. Aber auch in Niederösterreich, der Steiermark und in Wien seien “bedeutende Hagelschäden” zu verzeichnen. Vor den Schäden habe der Weinbauverband mit einer Erntemenge von 3 Mio. Hektoliter Wein gerechnet, sagte Pleil. Die derzeitige Prognose für das Jahr 2008 liege bei 2,5 Mio. Hektoliter, gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang von mehr als 6 Prozent.

Die Situation sei aber nicht überall gleich: “In jenen Weingärten, die keine Schäden zu verzeichnen haben, steht einer ausgezeichneten Traubenqualität nichts im Weg”, erklärte Pleil. Während die Winzer in den vergangenen Jahren aufgrund von Trockenheit und Hitze eine “Säureknappheit” bei den Trauben beklagten, haben die Trauben in diesem Jahr eine “elegante Säure”.

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