Haftstrafen für Serieneinbrecher

Zwei Serieneinbrecher sind am Montag am Landesgericht zu Freiheitsstrafen verurteilt worden. Der 22-jährige Haupttäter muss für drei Jahre ins Gefängnis.

“Es gibt in Wolfurt kaum Häuser, die vor Ihnen verschont geblieben sind”, kommentiert Richter Othmar Kraft die Einbruchsserie der zwei Angeklagten. Der Haupttäter, ein 22-jähriger Wolfurter, der vor kurzem zum zweiten mal Vater wurde, hat 44.000 Euro Schulden. Ein halbes Jahr Haft war noch auf Bewährung offen, jetzt muss er die Strafe zusätzlich zur neuen absitzen. Sein Kompagnon, ein 20-jähriger Serbe aus Hard, kam mit vier Monaten Haft und 14 Monaten auf Bewährung davon.

Breite Palette

In verschiedener Zusammensetzung brachen die beiden innerhalb von sechs Monaten immer wieder ein, erbeuteten Geld und Wertgegenstände. Ob Bäckerei, Baumarkt, Hauptschule, Privathaushalte, Kloster Mehrerau, FC Schwarzenberg oder “Victoria” in Bregenz – niemand war vor den Gaunern sicher. Auch drei Juweliere wurden Opfer der Einbrecher. In seiner Heimatgemeinde schlug der Wolfurter so lange mit der Axt gegen das Panzerglas des Juweliers Fetz, bis er durch das Loch die Beute erhaschen konnte. Schaden: 28.000 Euro. Der Schmuck wurde zum Teil weiterverkauft, zum Teil wurden die fallweise beschädigten Stücke sichergestellt. Bei zwei weiteren Juwelieren in Bregenz versuchten es die Täter ebenfalls, hatten jedoch kein Glück.

Besserung

Trotz treuherziger Beteuerungen sich künftig zu bessern, müssen sich die beiden Jungganoven mit unbedingten Freiheitsstrafen abfinden. Der Hinweis von Verteidiger Stieger, der Wolfurter sei drauf und dran den Zeugen Jehovas beizutreten und nach deren rechtschaffenen Grundsätzen zu leben, konnte da auch nicht helfen. Die Urteile sind allerdings noch nicht rechtskräftig.

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