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Haftstrafe: Bub Suchtmittel gespritzt

Am Landesgericht Feldkirch wurde heute, Montag, ein 21-jähriger Häftling von Richter Othmar Kraft wegen Körperverletzung zu vier Monaten zusätzlicher Haftstrafe (insgesamt acht Monate) verurteilt.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der obdachlose Süchtige hatte in einem Zelt im Dornbirner Ried gehaust und war im Mai 2005 wegen Eigentumsdelikten sowie unter dem Verdacht festgenommen worden, Kinder mit Suchtgift und Schlafmitteln versorgt zu haben.

Der Mann verbüßt eine viermonatige Freiheitsstrafe wegen Diebstahls, nun kommen weitere vier Monate dazu. In der Verhandlung vor dem Einzelrichter war der Angeklagte geständig und gab zu, im Mai einem zwölfjährigen Buben ein Schlaf- und Beruhigungsmittel injiziert sowie Jugendlichen Medikamente und Suchtmittel überlassen zu haben. Weil das gespritzte Schlafmittel nicht als Drogenersatz gilt, kam der 21-Jährige mit einer Verurteilung wegen Körperverletzung davon.

Die Polizei Dornbirn (damals noch Gendarmerie, Anm.) war dem Obdachlosen im Mai nach einem Einbruch auf die Spur gekommen. Bei den Ermittlungen hatte sich auch herausgestellt, dass der medikamentensüchtige 21-Jährige Kinder mit Beruhigungsmitteln und Schlaftabletten versorgte und in mindestens einem Fall die Mittel sogar gespritzt hatte.

Bei den Ermittlungen erzählten Kinder von den Vorfällen mit den Medikamenten. Demnach waren die neugierigen Kids wiederholt in das Zelt gekommen und sahen dem Süchtigen auch beim Spritzen zu. „Er hat ihnen gesagt, wie lässig das sei“, schilderte damals ein ermittelnder Beamter im APA-Gespräch.

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