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Haftbefehl mal zwei

Gleiche beide Busfahrer einer jugoslawischen Reisegesellschaft wurden bei der Einreise nach Vorarlberg verhaftet. [15.12.99]

Abrupt endete für eine jugoslawische Reisegesellschaft ihre
Fahrt in die Heimat. Am Grenzübergang Höchst wurden die beiden
Buschauffeure vom Zoll kontrolliert. Fazit: beide Fahrer wurden verhaftet.

Die von der Schweiz kommenden Jugoslawen wollten über Vorarlberg in ihre
Heimat fahren. Als die Gruppe am Zollübergang Höchst einreisen wollten,
wurde der Buschauffeur von Zollwachebeamten kontrolliert. “Dabei stellte
sich heraus, dass gegen den Fahrer ein Haftbefehl vom Landesgericht Wien
vorlag”, so Franz Füchsl von der Finanzlandesdirektion zu den “VN”.

Da bei dem Mann erhöhte Fluchtgefahr bestand, wurden ihm sofort
Handschellen angelegt. “Dann wäre da noch der zweite Fahrer gewesen”, lacht
Füchsl. Der hätte die jugoslawische Gruppe an ihr Ziel bringen sollen. Die
Beamten kontrollierten allerdings auch die Personalien des Zweitchauffeurs.

Die Reisenden dachten wohl, sie sitzen im falschen Film, als auch dem
zweiten Fahrer Handschellen angelegt wurden. “Auch gegen ihn bestand ein
Haftbefehl des Landesgerichts”, so Füchsl. Den beiden Buslenkern wird
Hehlerei vorgeworfen.

Ein Teil der Reisenden konnte ihre Fahrt mit einem anderen Unternehmen
fortführen. Die anderen mußten enttäuscht wieder in die Schweiz
zurückkehren.
“Der Bus stand zwei Tage völlig verwaist am Grenzübergang”, findet Füchsl
die Sache zum Schmunzeln. Zumal der Fahrer, welcher den Bus abholen sollte,
gar keinen Busführerschein besaß.

Von Toni Meznar

(Symbolbild: VN)

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