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Haegue Yang bringt Licht ins KUB

Lichtskulpturen von Haegue Yang.
Lichtskulpturen von Haegue Yang. ©Harald Pfarrmaier
Haegue Yang

“Arrivals” nennt sich die Schau der koreanischen Künstlerin Haegue Yang, die mit ihren teils fast schnoddrigen Lichtskulpturen das KUB verspielt zum Leuchten bringt.

Bregenz. Mit teils banalen Alltagsgegenständen, Hausrat, gehäkelten Deckchen und Perücken behängt verwirren die Lichtskulpturen der 40-jährigen, in Seoul geborenen Künstlerin, das Auge des Betrachters. Wie Aliens reihen sie sich auf, wobei Haegue Yang die Alltagsgegenstände aus ihrem funktionalen Zusammenhang reisst, ihnen neue Bedeutung zuordnet.

Yang fand nicht nur auf der Biennale in Venedig 2009 viel Beachtung. Sie nahm an wichtigen Ausstellungen in Basel, Köln, London, oder Los Angeles teil und war mit Einzelausstellungen etwa im New Museum in New York und im Artsonje Center in Seoul vertreten. Im KUB zeigt sie ihre bislang größte Installation, die – aus 200 Jalousien bestehend -mühelos zwei KUB-Etagen überspielt. Diese “Citadella”, eine Art Lichtstadt, gewährt Besuchern mehrere Zugänge, die alle in Sackgassen enden. Bewegliche Scheinwerfer inszenieren dazu Lichtspiele. Duftmaschinen verbreiten dazu Gerüche von frisch geschnittenem Gras, Erde, schwefeligem Vulkan oder Ozean und lassen damit die Besucher gleichermaßen in verschiedene Landschaften eintauchen.

Haegue Yang beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit Ordnungssystemen und Standardprodukten. Dabei geht sie der Frage nach, welche Grundannahmen und Verhaltenserwartungen sich in ihnen manifestieren und damit an die Benutzer weitergegeben werden. Ihre Installationen, Skulpturen, Objekte, Fotografien, Videos und Diaprojektionen entziehen sich einer eindeutigen Interpretation. Auch wenn immer wieder Themen wie kulturelle Verortung und Bezüge zu anderen sozialen und politischen Fragestellungen zu erkennen sind, besticht das Werk von Haegue Yang gerade aufgrund seiner Mehrdeutigkeit, die sowohl in der Konzeptkunst der 1960er bis 1970er Jahre verwurzelt ist, als auch aktuelle theoretische Diskurse aufgreift.

“Ich habe meinen ganzen Mut zusammennehmen müssen, um mich der Herausforderung zu stellen, großkotzig drei Stockwerke im KUB zu bespielen”, so Yang. Ihr eigener Erfolg sei ihr fast schon unheimlich und sie fühle sich immer weniger verstanden. “Dadurch aber bleibe ich auch genügend hungrig, um weiterarbeiten zu können.”

“Arrivals” ist die bisher größte Ausstellung von Haegue Yang, die bis zum 3. April 2011 im KUB zu sehen ist.
HAPF

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