Häfen rüsten sich gegen Strahlengefahr

Die europäischen Häfen rüsten auf: Mit Hilfe von Notfallplänen soll geregelt werden, wie mit verseuchten Frachtern umgegangen wird.

Reeder und Häfen in Europa rüsten sich einem Zeitungsbericht zufolge gegen die Strahlengefahr auf Schiffen aus Japan. So erstelle die Hamburger Hafenbehörde derzeit mit dem Zoll einen Notfallplan, wie mit verseuchten Frachtern umzugehen sei, berichtet die “Financial Times Deutschland” (Mittwoch). “Wir haben aber den Vorteil, dass die Schiffe in der Regel zuerst einen anderen europäischen Häfen anlaufen”, sagte ein Behördensprecher dem Blatt.

Regelung in Häfen noch unklar

Die Schiffsprüfungsgesellschaft Germanischer Lloyd sieht Probleme, da unklar sei, wie man mit belasteten Schiffen umgehen soll. “Das wird sehr kompliziert, und es gibt noch keine Lösung”, sagte der Chef der Gesellschaft, Erik van der Noordaa, der “FTD”. “Ich rechne damit, dass europäische Häfen Schiffe aus Japan wegschicken.”

In Rotterdam verlange die Hafenbehörde, dass die Reeder schriftlich garantieren, dass Schiffe aus Asien nicht verstrahlt sind. Die ersten möglicherweise belasteten Schiffe aus Japan werden wegen der wochenlangen Fahrzeit Europa Mitte April erreichen.

Einzelne Häfen werden gemieden

Nach Informationen der Zeitung zieht die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd derzeit Container aus dem Verkehr, die sich im Umkreis von 120 Kilometern von Fukushima befinden. Am Sonntag war bekanntgeworden, dass mehrere Häfen, darunter auch Hapag-Lloyd unter anderem Tokio nicht mehr anlaufen. In China war vor wenigen Tagen ein Schiff unter Quarantäne gestellt worden, dass in weniger als 120 Kilometern Entfernung an dem Krisen-AKW in Fukushima vorbeigefahren war.

Tepco-Chef im Krankenhaus

Unterdessen musste der Chef des japanischen Atom-Konzerns Tepco, Masataka Shimizu, in ein Krankenhaus gebracht werden. Tepco betreibt das Unglückskraftwerk Fukushima.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo vom Mittwoch litt Shimizu an Bluthochdruck und Schwindelgefühlen. (APA)

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