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„Habe Kurz Brief geschrieben“

Die gesellschaftliche Balance, die sich bisher als Erfolgsrezept des Kontinents bewährt habe, sollte fortgeschrieben werden.
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Das bekräftigte Pamela Rendi-Wagner (47) als neue Vorsitzende der Sozialdemokraten als Referentin beim Wirtschaftsforum und im Gespräch mit den VN. Für die Medizinerin und zweifache Mutter steht nämlich im Hinblick auf die positive wirtschaftliche Entwicklung fest: „Einer der Erfolgsfaktoren war, dass die Unternehmen nicht nur für die Kunden ein Ohr hatten, sondern auch für die Mitarbeiter.“ Diesen Dialog zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern sieht sie derzeit in Gefahr.

SP für flexible Arbeitszeiten

Als Beispiel dafür führte sie die Entstehung des neuen Gesetzes zur Zwölf-Stunden-Arbeitszeitregelung ins Treffen. Sie habe die Art und Weise, wie die Regierung ohne Einbindung der Sozialpartner und ohne Begutachtung dieses Gesetz im Nationalrat durchgepeitscht wurde, „als sehr befremdlich empfunden“. Weil das neue Gesetz so gesehen „dialoglos“ entstanden sei, müsse das Ganze neu verhandelt werden. Ihre Partei trete sehr wohl für eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten ein. Allerdings gelte es, branchenspezifische Vereinbarungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu finden. „Das ist in diesem Gesetz nicht verankert.“ Jetzt zeige sich, dass das Gesetz in der Praxis zu Problemen führe und missbrauchsanfällig sei. Es wäre daher besser gewesen, sich vorher mit Betroffenen an einen Tisch zu setzen und das Vorhaben offen zu diskutieren. „Ich glaube, dass wir die großen Herausforderungen der Zukunft und die Fragen des digitalen Wandels nur gemeinsam und nicht im Gegeneinander lösen können“, betonte die Parteivorsitzende. „Es ist nämlich nicht zuletzt der soziale Friede, den wir der Kooperation der Sozialpartner verdanken.“

Ideologische Barrieren abbauen

Rendi-Wagner sieht das Klima in Sachen Dialogbereitschaft ernsthaft bedroht. „Ich habe zunehmend das Gefühl, dass wir in Österreich Gefahr laufen, in ein Klima zu verfallen, wo der Weg des Gemeinsamen und des Dialogs Stück für Stück verlassen wird.“ Eine ganze Reihe von Herausforderungen wie Bildung, Digitalisierung und die Folgen für den Arbeitsmarkt würden bedauerlicherweise kaum gesamtheitlich und ohne ideologische Barrieren im Kopf angegangen. Aus ihrer Sicht mangelt es am generellen Dialog. Als Beispiel dafür verwies sie auf das Tatsache, dass zwischen ihr und Bundeskanzler Sebastian Kurz (32, VP), der übrigens in derselben Schule wie sie die Schulbank gedrückt hat, als Chefs der größten Parteien noch immer kein Gespräch zustande gekommen sei.

Funkstille zu Sebastian Kurz

Zwischen der roten Medizinerin und dem türkisen Kanzler herrscht Funkstille. „Ich habe Sebastian Kurz einen Brief geschrieben. Es wäre meiner Meinung nach notwendig, dass wir einen Draht zueinander haben, das erwarten sich auch die Menschen.“ Wird sie einen neuerlichen Versuch machen? „Die Terminfindung läuft ja noch, ich denke, es liegt jetzt an ihm.“

Den Vorarlberger Genossen mit Martin Staudinger als neuem Parteichef streut sie im VN-Gespräch Rosen. „Ich bin überzeugt davon, dass Staudinger eine gute Ansage ist und die Vorarlberger SP in eine gute Zukunft führen wird.“

UMFRAGE

Wie hat Ihnen der Vortrag gefallen?

  • Der Vortrag hat mir gut gefallen. Besonders das Betonen des Gemeinsamen und das Wahrnehmen von Chancen haben mir zugesagt. Bezüglich der Digitalisierung und der Gesundheitsthematik hat sie gute Aspekte vorgebracht. Marc Freuler, LGT Bank AG Vaduz
  • Meiner Meinung nach hat sich Frau Rendi-Wagner bei ihrem Vortrag gut geschlagen, da es nicht unbedingt einfach ist, als Parteivorsitzende auf dem Wirtschaftsforum zu sprechen, ohne Parteipolitik einfließen zu lassen. Wilhelm Muzyczyn, Kongresskultur Bregenz GmbH
  • Ich finde Frau Rendi-Wagner bleibt sich in ihrer Thematik sehr treu. Ich schätze besonders an ihr, dass sie auf Frauen-, Gesundheits- und Bildungsthemen setzt und für ein Miteinander wirbt. Manuela Messmer-Wullen, Freelancerin

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