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"Habe alles erreicht…"

©SSV VEG Dornbirn Schoren
Der SSV Dornbirn Schoren stellt mit Nadine Urban eine Langzeit-Größe des Teams im Interview vor.

Nadine Urban – Alter: 30 – Größe: 1,70m – Position: Aufbau Mitte, Flügel – Rückennummer: 21

Nadine, du bist eine der erfahrensten Spielerinnen beim SSV VEG Dornbirn Schoren. Wann hast du mit dem Handballspielen begonnen?

Nadine Urban: Insgesamt spiele ich schon zwanzig Jahre Handball, elf davon beim SSV.

Weißt du auch, wie viele Tore du in diesen elf Saisonen in der WHA geworfen hast?

Nadine Urban: Nein! – Ich bin keine Goalgetterin, habe mich auch nie dafür interessiert. Mich freut ein guter und wichtiger Pass mehr als so manch selbst erzieltes Tor.
(Anmerkung: Es waren bisher insgesamt 218 Tore. Nadine ist damit in der „ewigen“ WHA-Torschützenliste des SSV VEG Dornbirn Schoren an der 9. Stelle)

Du kennst die Schorenmannschaften der vergangenen Jahre und natürlich auch das aktuelle Team. Was ist das Besondere an der Mannschaft 2010/11?

Nadine Urban: Da ist kein Vergleich möglich. Jedes Team hat eine eigene Charakteristik. Am besten gefielen mir die Teams, mit denen wir über Gegenstöße die meisten Tore erzielt haben  Wir müssen für ein Tor enorm viel Energie investieren und das ist sehr kräftezehrend.

Auf welcher Position fühlst du dich am wohlsten?

Nadine Urban: Auf dem linken Flügel, aber auch in der Verteidigung. Manchmal werde ich aber auch auf anderen Positionen eingesetzt. Bis auf „Torfrau“ habe ich schon alles gespielt.

Du bist nun schon so viele Saisonen aktiv. Denkt man da gelegentlich ans Aufhören oder planst du noch für einige Jahre?

Nadine Urban: Das kommt bei mir auf den Spaßfaktor an. Solange ich mich noch fit fühle und ich den Handballsport mit Freude ausübe, bleibe ich dabei.

Was sind deine Stärken im Handball?

Nadine Urban: Hmm, ich denke meine Vielseitigkeit und auch meine Schnelligkeit. Ich glaube auch, dass ich ein „Auge“ für die Mitspielerinnen bzw. Spielübersicht habe und nicht zuletzt ist bei mir auch eine gesunde Aggressivität vorhanden.

Neben deiner aktiven Handballkarriere hast du schon vor einiger Zeit die Schiedsrichterprüfung abgelegt. Ist das für dich ein Thema – eine Schiedsrichterkarriere?

Nadine Urban: Die Schiedsrichterausbildung habe ich schon vor vielen Jahren gemacht. 2001 habe ich sogar in der WHA gepfiffen. Ich war damals bei Feldkirch und kann mich erinnern, dass ich auch einmal ein SSV-Spiel geleitet habe.
Aber meine Zukunft ist das nicht. Früher konnte man sich ein Taschengeld verdienen, jetzt pfeife ich nur noch gelegentlich bei Nachwuchsmannschaften.

Zurzeit absolvierst du den Trainerkurs für die A-Lizenz. Wie schaut es damit aus? Wirst du später einmal beim SSV als Trainerin einsteigen?

Nadine Urban: Im Jänner sind die Prüfungen, dann bin ich fertig. Für die Zukunft kann ich mir gut vorstellen, eine Mannschaft im Jugendbereich zu trainieren. Das mache ich aber frühestens nach meiner aktiven Karriere.

Beim SSV haben schon viele Mädels das Handballspielen erlernt und verfeinert und nicht wenige haben den Sprung in diverse Nationalmannschaften geschafft. Wo erkennst du derzeit die größten Nachwuchstalente beim SSV?

Nadine Urban: Anna Tatzreiter, Katja Rauter, Duygu Bozkurt, Katarina Krasic, Pia Schelling… Wir haben sehr viele hoffnungsvolle Spielerinnen. Entscheidend wird sein, wie sie die Pubertät überstehen. Die persönliche Entwicklung ist wichtig, aber auch die familiäre Unterstützung ist von Bedeutung. Wenn diese Voraussetzungen passen, dann ist alles möglich.

Welche Schlagzeile würdest du denn gerne in der Zeitung lesen?

Nadine Urban: (lacht) SSV schlägt Hypo NÖ1

Was war bisher dein schönstes Handballerlebnis?

Nadine Urban: Es ist sehr schwierig, sich auf nur ein Erlebnis zu beschränken. Es hat aber immer etwas mit der Mannschaft zu tun. Es war für mich irrsinnig toll, nach meiner Rückkehr von St. Gallen wieder mit Ariane Maier und Michi Lindner in einer Mannschaft zu spielen. Aktuell ist es Josipa Bundovic, die heuer zum SSV gekommen ist und mit der ich ebenfalls schon gemeinsam in der Schweiz gespielt habe.
Zusammenfassend kann ich sagen, ich habe alles erreicht, sogar ein „Wuzzler-Tor“ gegen Nationaltorhüterin Petra Blazek ist mir geglückt.

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