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Gutes Zeugnis für Vorarlberger Erdgas GmbH

Der Vorarlberger Landesrechnungshof (RH) stellt der Vorarlberger Erdgas GmbH (VEG) ein gutes Zeugnis aus. Als “äußerst positiv“ wird bei einem Bilanzgewinn von rund drei Mio. Euro (2003) die Ertragssituation bezeichnet.

Die Gasmarktliberalisierung habe sich nicht auf den Gaspreis ausgewirkt, auch die Zahl der Kunden sei konstant geblieben. Ausbaufähig sei die Kooperation mit der Illwerke/VKW-Gruppe, gab der RH bei einer Pressekonferenz am Freitag bekannt.

„Wir sind mit der Prüfung und dem Ergebnis zufrieden“, fasste RH-Direktor Herbert Schmalhardt die Bemühungen seiner Einrichtung zusammen. Der Erdgasmarkt in Vorarlberg sei gut erschlossen und decke im „Energiemix Vorarlberg“ einen Anteil von rund 20 Prozent ab, gab er einen Überblick über die Marktposition der VEG. Als Kerngeschäft der VEG wurden die beiden Geschäftsfelder Netzbetrieb und Gashandel angegeben. Für den Einstieg in neue Geschäftsfelder fehlten konzeptive Grundlagen, bezüglich der potenziellen Geschäftsfelder Contracting und Rohrnetzsysteme sollte aber eine klare Position gefunden werden, stellte Schmalhardt fest.

Ebenso empfahl er, die Marktstrategie den geänderten Rahmenbedingungen anzupassen und möglichst frühzeitig die Ausgestaltung von neuen Gasbezugsverträgen vorzubereiten. Derzeit erfolge der Gaseinkauf auf Grund fehlender Alternativen in hoher Abhängigkeit. Nur in Bezug auf zusätzliche direkte Kosten hat sich laut RH die Liberalisierung des Gasmarkts im Oktober 2002 auf die VEG ausgewirkt. Sowohl Gaspreis als auch Kundenzahl sei konstant geblieben. Für die VEG fallen seit der Öffnung des Markts jährlich 375.000 Euro an Mehrkosten an.

Mehrheitseigentümer an der VEG ist das Land Vorarlberg mit einem Anteil von knapp 53 Prozent. Weitere Eigentümer sind 33 Städte und Gemeinden, die Vorarlberger Kraftwerke sowie neun Private.

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