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Gute Ideen zur Realität führen

Bludesch-Gais - Der Bau der "Denkfabrik" Delunamagma in Bludesch-Gais ist voll auf Schiene. Es stehen Investitionen von rund 40 Millionen Euro an.  | Kennzahlen | Präsentation | Delunamagma in Bludesch | Firmenbuch

„Unsere Grundidee ist es, mit unserer weltweit ersten Innovationsplattform und dem ganzen damit verbundenen Servicebereich innovative Ideen möglichst effizient und gewinnbringend zur Entfaltung zu bringen. Erfindern und Entwicklern, denen der nötige Ansprechpartner fehlt, wird eine begleitende Hilfestellung durch unsere Experten bei der Fertigstellung, Patentierung und Verwertung ihrer Entwicklungen geboten. Diese Hilfe bieten wir kaufmännisch, vertriebstechnisch und wissenschaftlich an.“

So bei einem Lokalaugenschein auf dem Betriebsgelände Gottfried Pfister, Geschäftsführer der Delunamagma Industries GmbH, zu den „VN“. Die Delunamagma bedient sich dazu eines globalen Netzwerkes von Industriebetrieben, Universitäten, FH und einschlägigen Instituten. Die Delunamagma Industries GmbH soll dabei künftig das Dach über weitere Gesellschaften bilden, die für einzelne Sparten, etwa Licht- oder Energietechnik, gegründet werden sollen.

Mit zahlreichen Vorarlberger Firmen bestehen bereits Kooperationen.

„Wir“ – so Pfister – „das sind alle Mitarbeiter und Investoren. Denn hinter der Delunamagma stehen private österreichische Investoren als Finanziers. Als Mitarbeiter sind in der Kerntruppe 40 Leute beschäftigt, im engsten Innovationskreis 120 hochqualifizierte Mitarbeiter. Dazu kommt noch der Vertrieb.“

Mit den Erfindern und Entwicklern, die nicht nur aus dem Industriesektor kommen müssen, sondern die auch kleine und mittelständische Betriebe sein können, werden – so Pfister – klare, saubere Verträge abgeschlossen, die ihnen einen genau definierten Ergebnisanteil aus der Verwertung sichern. Einer von vielen Projektbereichen ist die Lichttechnik, beispielsweise die leuchtenden Lacke, die ungeahnte Möglichkeiten eröffnen, etwa im Bereich der Werbung, aber auch der Sicherheitstechnik. Pfister: „Ursprünglich war geplant, die ,leuchtenden LackeÑ in Bludesch-Gais zu produzieren. Die neueste Entwicklung geht jedoch in die Richtung, diese direkt an die Zulieferer der Auto- und Flugzeugindustrie anzubinden.“

Wie viele Arbeitsplätze wird es dann aber in Bludesch-Gais letztlich geben? Das wird ganz von der dynamischen Entwicklung abhängen. So Dr. Vaheh Khachatouri, ehemaliger Geschäftsführer der FH-Vorarlberg, der für die industrielle Umsetzung sowie deren wissenschaftliche Aufbereitung zuständig ist.

Finanz- und Strategievorstand ist Dr. Michael Pistauer.

Für eine Spezialität, den „leuchtenden Beton“, wird in Vorarlberg an einem noch nicht fixierten Standort ein Betonwerk errichtet. „Mitarbeiter werden von uns nicht aktiv gesucht. Sie melden sich einfach bei uns“, so Pfister. Aber: „Wissen allein ist mir zu wenig. Sie müssen von der Idee, die hier gelebt wird, fasziniert sein und in einer offenen, ellbogenfreien Unternehmenskultur mitarbeiten wollen.“

Einer der Delunamagma-Mitarbeiter ist der frühere Vizekanzler Hubert Gorbach. „Wir arbeiten sehr ordentlich zusammen, er hat uns sehr viele gute Verbindungen gebracht – kurz, er ist sein Geld wert“, lobt Pfister.

Derzeit laufen die Bauarbeiten in Bludesch-Gais auf Hochtouren. In einer ersten Bauetappe werden die Produktionshallen für den Bereich Lichttechnik fertiggestellt. Dort soll spätestens Ende des 1. Quartals 2008 mit bis zu 100 Mitarbeitern die Produktion anlaufen.

Allein dafür ist ein Investitionsvolumen von 13 Mill. Euro vorgesehen. Der gesamte Umbau, der auch eine Bibliothek, große Schauräume, Labors und gastronomische Einrichtungen umfassen wird, soll 30 bis 40 Mill. Euro kosten.

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