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Gute Buchungslage über Ostern

Die heimische Tourismuswirtschaft sieht über Ostern einer guten Buchungslage entgegen, freie Betten gibt es aber noch überall. Vor allem höher gelegene Skigebiete sind gut gebucht.

Die Vorarlberger Skiregionen freuen sich über eine gute bis sehr gute Buchungssituation in der Karwoche. In Lech am Arlberg sind 95 Prozent der Übernachtungsmöglichkeiten vergeben, im Montafon ist die Buchungslage „gut im Vergleich mit den letzten Jahren“. Auch die Touristikbetriebe im Bregenzerwald sind „gut gebucht“. Zimmer sind aber noch in allen Destinationen und Kategorien erhältlich, betonten die Verantwortlichen gegenüber der APA.

Sehr wesentlich für diese Buchungslage sind nach Angaben der Touristiker die optimalen Schneebedingungen, die dank der jüngsten Schneefälle in den Vorarlberger Skigebieten herrschen. Als Unbekannte sehen Arno Fricke vom Montafon Tourismus und Ulrike Marte vom Bregenzerwald Tourismus die Spontan- und Kurzurlauber. „Das ist noch nicht abschätzbar“, sagte Marte. Laut Fricke spielt bei den Spontanurlauben auch die Wetterprognose eine entscheidende Rolle. In Lech profitiert man nach Angaben von Claudia Lengenfelder (Lech Zürs Tourismus) von einem Stammgästeanteil von 70 Prozent.

Zum Verlauf der bisherigen Wintersaison sagte Marte, „dass das Minus kleiner ausfällt als befürchtet“. Fricke sprach von „ganz geringen Nächtigungsverlusten“, wollte aber nicht beschönigen: „Ein Minus bleibt ein Minus“. Man habe vor der Saison mit einem anderen Ergebnis gerechnet. In Lech wollte man erst zu Saisonschluss Bilanz ziehen. Lengenfelder befand aber dennoch, „dass wir Glück gehabt haben“. Man habe den ganzen Winter über ins Tal abfahren können.

Auch Städtetourismus läuft gut

Im restlichen Österreich sind ebenfalls vor allem die höher gelegenen Skigebiete gut gebucht. Auch der Städtetourismus läuft gut. Allerdings werden die Osterfeiertage den Trend der durchwachsenen Wintersaison nicht mehr umkehren können. Neben dem Skiurlaub zieht es die Österreicher über Ostern auch heuer wieder ins Ausland, vor allem nach Ägypten, in die Türkei und nach Spanien.

Die Buchungslage sei „ganz gut“, vor allem in den höher gelegenen Skigebieten, auch der Städtetourismus laufe vor allem in Salzburg und Wien gut, sagte der Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Sepp Schellhorn, zur APA. Es gebe zwar überall noch freie Betten, aber es seien nicht „jene Katastrophen-Ostern“, die vor den Schneefällen befürchtet worden seien. Ostern sei schon immer wetterabhängig gewesen und spiele nur eine kleine Rolle für die gesamte Wintersaison: „Ostern ist nur mehr der Staubzucker auf der süßen Nachspeise“.

Die stagnierenden Nächtigungen in der bisherigen Wintersaison von November bis Februar seien als „Erfolg“ zu werten, so Schellhorn. Für die gesamte Wintersaison 2006/07 (November bis April) sei mit einer Nächtigungsstagnation und einem leichten Umsatzplus von 2 bis 3 Prozent zu rechnen. Einige Skigebiete hätten aber vom Schneemangel in tiefer gelegenen Regionen profitiert und hätten Umsatzzuwächse von bis zu 20 Prozent aufzuweisen: „Obertauern ist 20 Prozent im Plus, die Gletscherskigebiete um 10 Prozent“. Der Arlberg liege auf Vorjahresniveau.

Die Osterferien zählen zur beliebtesten Reisezeit des Jahres, heißt es von Seiten der Österreich-Tochter des größten europäischen Reiseveranstalters TUI zur APA. Viele Ziele rund ums Mittelmeer und auf den Kanarischen Inseln melden „nahezu ausgebuchte Kontingente“. Die beliebtesten Osterreiseziele der Österreicher im Ausland sind Sharm el Sheikh in Ägypten, Antalya in der Türkei und das ägyptische Hurghada. Dahinter folgen Spanien (La Palma, Teneriffa und Mallorca). Äußerst beliebt sind auch Tunesien sowie auf der Fernstrecke die Malediven, Kuba und die Dominikanische Republik. „Auf den großen spanischen Inseln, in Ägypten und der Türkei gibt es lediglich noch Restplätze“, so der Konzernsprecher der TUI Austria Holding, Josef Peterleithner.

Die Wintersaison ist bis jetzt durchwachsen gelaufen. Von November bis Februar wurde bei den Nächtigungen eine Stagnation (plus 0,3 Prozent auf 40,4 Mio. Übernachtungen) verzeichnet. Die Zahl der Ankünfte ging um 0,2 Prozent auf 9,3 Millionen zurück. Bei inländischen Gästen wurde dabei ein Nächtigungsminus von 1 Prozent auf 8,9 Millionen und bei ausländischen Gästen ein Plus von 0,7 Prozent auf 31,4 Millionen verzeichnet. Rückgänge gab es bei Gästen aus Deutschland (minus 3,6 Prozent), aus Frankreich (minus 20,3 Prozent) und Italien (minus 1,2 Prozent), Zuwächse gab es hingegen bei Gästen aus den Niederlanden.

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