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Gute Ausbildung ist die Zukunft

Schwarzach - In Vorarlberg gibt es keine Krise in der Lehrlingsausbildung. Derzeit werden im Land 7524 Lehrlinge ausgebildet. Das sind um 158 Jugendliche mehr als noch im letzten Jahr, was einer Steigerung von 2,1 Prozent entspricht.

Die Kontakte mit den Ausbildungsbetrieben zeigen, dass trotz der Wirtschaftskrise auch heuer mit einem ähnlich hohen Engagement in der Lehrlingsausbildung gerechnet werden kann, wie schon in den vergangenen Jahren. „Die Vorarlberger Ausbildungsbetriebe sind sich damit nicht nur ihrer Verantwortung gegenüber unserer Jugend bewusst, sie wissen auch, dass sie mit der Lehrlingsausbildung in die Zeit nach der ­Wirtschaftskrise investieren. Denn gerade in der Krise ist der Blick in die Zukunft wichtig, und Ausbildung ist Zukunft”, meint dazu Dr. Christoph Jenny, Leiter der Lehrlingsstelle in der Wirtschaftskammer Vorarlberg zu den „VN”.

Lehrstellensuche

Wie Jenny weiter ausführt, liegt die Anzahl der Lehrvertragsanmeldungen heuer bisher um 0,7 Prozent oder fünf Lehrverträgen hinter dem Wert des Vorjahres zurück. Beim Arbeitsmarktservice (AMS) waren Ende März 289 Lehrstellensuchende vorgemerkt. Dem gegenüber gestanden sind in Vorarlberg 195 sofort verfügbare und 1137 offene Lehrstellen, die es in den nächsten Wochen und Monaten zu besetzen gilt. Jenny: „Trotz der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sollten auch heuer wieder die Jugendlichen, die das notwendige Potenzial für eine Lehrlingsausbildung mitbringen, eine Lehrstelle, wenn auch vielleicht nicht immer in ihrem Traumberuf, finden.”

Engagement bleibt

Eine Umfrage der „VN” in heimischen Betrieben ergab ein positives Bild. So meint etwa Dr. Andreas Ludwig, Vorstandsvorsitzender der Zumtobel Holding: „In der Zumtobel Gruppe werden wir auch in Krisenzeiten unsere Lehrlingsausbildung fortsetzen. Wir bieten in diesem Jahr genauso viele Ausbildungsplätze wie im Vorjahr an. Die Lehrlinge, die im Herbst bei uns starten werden, haben bereits unsere Zusage erhalten. Wir bieten unseren Lehrlingen gute Perspektiven in unserem Unternehmen und werden daher auch alle Lehrlinge, die im August fertig werden, übernehmen.”

Langjähriger Schnitt

Und Dieter Hämmerle, Ausbildungsverantwortlicher bei Blum-Beschläge in Höchst führt aus: „Im September dieses Jahres starten 57 Jugendliche – darunter vier Mädchen – ihre Lehre bei uns.Wir liegen mit dieser Zahl im langjährigen Durchschnitt. Die Ausbildung hat für uns nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert, dient sie doch der Absicherung des Produktionsstandorts Vorarlberg durch gut ausgebildete Fachkräfte.” „Wir bilden nicht weniger Lehrlinge aus. Es macht ja keinen Sinn, bei der Lehrlingsausbildung Einsparungen zu machen, das gilt für alle Bauberufe”, bekräftigt Innungsmeister Gebhard Pfeiffer für das Baunebengewerbe. Denn würde man jetzt sparen, dann würde sich das Problem mit den fehlenden Facharbeitern in einigen Jahren noch verschärften. Trotz der Krise will man auch bei Grass die Anzahl der Lehrlinge im ersten Lehrjahr beibehalten. Auch dort wird die Lehre als Invesition in die Zukunft gesehen, deren Erfolg erst in einigen Jahren sichtbar wird. Auch bei Inhaus soll die Lehrlingszahl gleich hoch gehalten werden.

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