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Gutachten beschäftigt die Justiz

Reinhard Haller musste sich erneut einem Zivilverfahren stellen.
Reinhard Haller musste sich erneut einem Zivilverfahren stellen. ©VOL.AT/Steurer
Feldkirch - Verhinderte Erbin will 1,35 Mill. Euro von Gutachter Reinhard Haller. Sachverständiger bestätigt Expertise.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der renommierte und vielbeschäftigte Gerichtspsychiater Reinhard Haller gegen den Gerichtsgutachtengeschädigtenverband (GGGV) mit Sitz in Salzburg zur Wehr setzen muss. Zehn Verfahren, in denen es teilweise um Millionen ging, hat er bereits gewonnen. Und auch die jetzige Klage dürfte wieder ins Leere gehen. Denn der Grazer Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Univ.-Prof. Dr. Erwin Ott, hat als gerichtlicher Sachverständiger Hallers Gutachtern voll bestätigt. „Die Vorgehensweise in diesem Fall war absolut korrekt“, sagte der Psychiatrie-Professor gestern in der mehrstündigen Video-Befragung.

Urteil ergeht schriftlich

Die Klägerin sieht die Sache naturgemäß anders. Die 52-jährige Tirolerin wirft Haller vor, sie durch ein unsachgemäßes Gutachten um die Erbschaft gebracht zu haben. Tatkräftige Unterstützung bekommt sie von ihrem Anwalt Helmut Schott, einem erbitterten Gegner Hallers und Sprecher des GGGV. Er ist überzeugt, dass Haller nicht nur in diesem Fall wissenschaftlich nicht anerkannte Methoden angewendet hat.

Der Großvater der Klägerin macht seine Enkelin im Jahr 1997 zur Alleinerbin einer großen Liegenschaft in Kitzbühel. 2000 stirbt der Großvater, mittlerweile dement. Die Erbschaft wird von der Mutter der Klägerin angefochten. Drei Vorgutachten und das Gutachten Reinhard Hallers kommen nach dem Tod des Großvaters zum Schluss, dass dieser bereits 1997 geistig nicht mehr in der Lage gewesen war, das Testament zu verfassen. Urteil gibt es noch keines, es ergeht schriftlich.

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