Gut ins neue Jahr gestartet

Bregenz - Symphonieorchester Vorarlberg ist mit dem dritten Abo-Konzert im Festspielhaus Bregenz gut ins Jahr 2007 gestartet. Französischer Geiger Grimal verzauberte.

Unter Chefdirigent Gerard Korsten umrahmte das groß besetzte Orchester den Abend mit der Fantasie-Ouvertüre „Romeo und Julia“ von Peter I. Tschaikowsky (1840-1893) und den Sinfonischen Metamorphosen über Carl Maria von Weber-Themen von Paul Hindemith (1895-1963). Dazwischen verzauberte der renommierte französische Violinist David Grimal mit Werken von Ernest Chausson, Franz Waxman und Bela Bartok.

Melancholisch und phasenweise pastos-schwermütig geriet eingangs das Tschaikowsky-Opus, das nicht nur Assoziationen an die Shakespeare-Tragödie Romeo und Julia weckte, sondern auch daran erinnerte, dass ein Hauptthema als Filmmusik (Onedin Line) vermarktet wurde. Spritziger und mit mehr Drive zeigte sich das Symphonieorchester Vorarlberg bei Hindemith, dessen Metamorphosen neben den Streichern v.a. auch den Bläserregistern Gelegenheit zu brillanter Entfaltung boten.

Star des Abends war aber der 1973 in Paris geborene Geiger David Grimal. Der Meisterschüler von Isaac Stern und Shlomo Mintz interpretierte auf einer Stradivari (1710) zunächst das impressionistische „Poéme für Violine und Orchester op. 25“ von Ernest Chausson (1855-1899). Richtig Feuer fingen die Zuhörer dann bei der „Carmen-Fantasie für Violine und Orchester“ des aus Deutschland stammenden Hollywood-Komponisten und Oscar-Preisträgers Franz Waxman (1906-1967). Das Stück wurde im Auftrag von Jascha Heifetz geschrieben und besteht vorwiegend aus violintechnischen Gemeinheiten, denen Grimal virtuos begegnete. Den begeisterten Jubel konnte der Geiger nur mit einer höchst artifiziellen Zugabe (aus „Melodia“ von Bela Bartok) dämpfen.

Das Konzert wird Sonntagabend im Montforthaus Feldkirch wiederholt. Zwischen 8. Februar und 1. März wird als jährliche Opernproduktion des Landestheaters im Theater am Kornmarkt zehn Mal „The Fairy Queen“ von Henry Purcell in Zusammenarbeit mit dem Symphonieorchester Vorarlberg aufgeführt. Zu Ostern (9./10. April) stehen im 4. Abo-Konzert unter Leitung von Thomas Kalb Beethovens 4. Klavierkonzert (Solist Herbert Schuch) und Bruckners „Vierte“ auf dem Programm. Das Konzertjahr klingt am 12./13. Mai u.a. mit Schubert, Mozart und Haydn aus.

(S E R V I C E – http://www.symphonieorchester-vorarlberg.at)

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