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Grüne Wirtschaft als Lobby für Kleinstbetriebe

Mehr als die Hälfte (53,4 Prozent) aller Mitglieder der WK Österreich und 48,3 Prozent der Vorarlberger Wirtschaftskammer sind Ein-Personen-Unternehmen. Eine weitere beträchtliche Zahl beschäftigt maximal vier Mitarbeiter.

Trotzdem werden ihre Interessen und Bedürfnisse in der Interessenvertretung nicht wahrgenommen, betonten am Montag der Bundessprecher der Grünen Wirtschaft Volker Plass und sein Vorarlberger Kollege Bernd Bösch vor Journalisten in Bregenz. Als Lobby für diese Unternehmen will sich die Grüne Wirtschaft deshalb in den nächsten Jahren verstärkt etablieren.

Eine verbesserte soziale Absicherung in Form einer aktiven Gründungsbegleitung, einer präventiven Schuldnerberatung, einer verstärkten Vernetzung von Ein-Personen- und Mikrobetrieben im Sinne eines Betriebshilfe-Netzwerks, spezifischer Forschungsaktivitäten im Segment der Kleinst- und Kleinunternehmen sowie die Einführung einer bedarfsorientierten Grundsicherung und einer innerbetrieblichen Gesundheitsvorsorge auch für Selbstständige auf freiwilliger Basis und die Beseitigung steuerlicher Ungerechtigkeiten sind die wichtigsten Forderungen, die die Grüne Wirtschaft mit ihrer Initiative „KleinunternehmerInnen sozial absichern“ künftig erreichen will.

„Es ist schon ein wesentlicher Quantensprung, wenn die Wirtschaftskammer dieses große Segment ihrer Mitglieder und deren Interesse und Bedürfnisse wahrnimmt“, formulierte Plass sein Anliegen. Die Grüne Wirtschaft stehe hinter dem Prinzip der Pflichtmitgliedschaft in der Wirtschaftskammer. „Die Wirtschaftskammer hat deshalb auch die Pflicht, sich um alle Mitglieder zu kümmern“, betonte der Bundessprecher der Grünen Wirtschaft. Seiner Meinung nach handle es sich um eine Bringschuld der Kammer auf die Ein-Personen- und Mikrounternehmen zuzugehen und die Serviceleistungen für diese Zielgruppe zu stärken.

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