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Grundeinkommen diskutiert

Deutscher Experte präsentierte Modell von dm-Chef Götz Werner: Jeder Mensch brauche ein Einkommen, auch ohne Produktionsarbeit, "wir alle schulden einander Lebensunterhalt".

Die schrittweise Umstellung auf ein „bedingsloses Grundeinkommen“ von rund 850 bis 1.500 Euro im Monat wäre ein bedenkenswerter Weg. Damit der Staat seine Aufgaben weiter erfüllen kann, sollte die Mehrwertsteuer als Verbrauchssteuer zu Lasten anderer Taxen sukzessive, aber deutlich angehoben werden. Das schlug Ludwig Paul Häußner von der Technischen Universität Karlsruhe am gestrigen Freitagabend bei einem Grundsatzreferat bei der Hauptversammlung des Altherrenlandesbundes Vorarlberg des Österreichischen Cartellverbandes (ÖCV) in Rankweil vor.

Häußner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Interfakultativen Institut für Entrepreneurship bei Prof. Götz W. Werner (Gründer und Chef der Drogeriemarktkette dm, Anm.) und vertritt Werners wirtschafts- und sozialutopisch wirkende Thesen einer Entkoppelung von Arbeit und Einkommen. Der Wirtschaft sei es im vergangenen halben Jahrhundert gelungen, menschliche Arbeit weitgehend durch Maschinen zu ersetzen, daher müssten nun Einkommensalternativen geschaffen werden, nämlich in Form eines „bedingslosen Grundeinkommens“. Aufgabe der Wirtschaft sei es nämlich nicht nur, Güter und Dienstleistungen zu bieten, sondern auch die Bürger mit ausreichend Geld auszustatten, damit diese die produzierten Güter und Dienstleistungen auch konsumieren könnten.

Die von Häußner präsentierten Werner-Thesen wurden von den katholischen Akademikern mit Skepsis hinterfragt, grundsätzlich aber positiv diskutiert. Altherrenlandesbund-Vorsitzenden Herbert Wehinger klassifizierte die Idee eines bedingsloses Grundeinkommens als interessant, wenn auch „gewöhnungsbedürftig“.

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