Großinvestition auf der Messe

An den 40 Jahre alten Hallen der Westachse hat der Zahn der Zeit seine Spuren hinterlassen.
An den 40 Jahre alten Hallen der Westachse hat der Zahn der Zeit seine Spuren hinterlassen. ©Josef Hagen
Vier Messehallen werden ersetzt. Kosten: Rund 28 Millionen Euro.

Dornbirn. Knapp vier Jahrzehnte sind seit der Übersiedlung der Dornbirner Messe vom Stadtzentrum an den heutigen Standort im Südwesten der Stadt vergangen. Inzwischen wurden Hallen saniert oder gar neu gebaut. Nun folgt ein weiterer Schritt: Die Hallen 9 bis 12 sollen schon nächstes Jahr abgebrochen und durch zwei moderne Ausstellungsgebäude ersetzt werden. 2016 ist die Eröffnung vorgesehen.

In den letzten Jahren hat das Messegelände mit dem Bau des Messestadions, der Ballsporthalle, der Tennishallen oder des Hauses der Messe, bekannt als „Wirtschaftszelt”, sein Aussehen verändert. An die Anfänge der Messe am neuen Standort erinnern immer noch mehrere Hallen, vorwiegend in der Westzeile. Sie entsprechen längst nicht mehr den Anforderungen eines modernen Messebetriebs. Da sich eine Sanierung nicht rechnen würde, will man gleich Nägel mit Köpfen machen: Anstelle der alten Hallen werden zwei neue, größere Ausstellungshallen gebaut, die Nutzfläche bleibt gleich.

Offenbar ist die Finanzierung so gut wie unter Dach und Fach, obwohl Bürgermeisterin Andrea Kaufmann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht über Zahlen reden will. Nach den letzten Berechnungen liegt der Investitionsaufwand für das Großprojekt bei 28 Millionen Euro, wobei das Land als größter Gesellschafter voraussichtlich 17 Millionen übernimmt, die Stadt als Besitzerin des Messeareals und zweitgrößte Gesellschafterin den Rest. Und das sind immerhin stolze elf Millionen Euro. Zuerst ist allerdings die Stadtvertretung am Zug: Auf der Sitzung der Stadtvertretung am 20. März soll die Mitfinanzierung beschlossen werden.

Die Stadträte Gebhard Greber (SPÖ) und Walter Schönbeck (FPÖ) sind nicht dagegen, wenn sich die ÖVP bereit erklärt, einen mittelfristigen Investitions- und Finanzplan zu erstellen, in dem alle großen Vorhaben der nächsten Jahre, angefangen von Schulen und Kindergärten über eine Turnsporthalle, die Bücherei bis zum Kanalbau, aufgelistet sind.

Sowohl Land als auch Stadt sehen die Messe als Wirtschaftsplattform des Landes, als Schaufenster für Produkte und Dienstleistungen heimischer Unternehmen. Gefragt sind jedoch neue Wege, um das Messegeschäft durch mehr Qualität und neue Ideen zu beleben. Das weiß man auch in der Chefetage der Messegesellschaft. Seit zwei, drei Jahren wird an neuen Strategien gefeilt, die zum Teil schon umgesetzt wurden. Dazu zählt unter anderem die Aufnahme von Spezial- und Fachmessen, wie etwa die demnächst stattfindende „com:bau” oder „Gustav”, die Ende vergangenen Jahres erstmals veranstaltet wurde, ins Messeprogramm.

Messestrategie

Geschäftsführer Daniel Mutschlechner weiß, dass Neues gefragt ist: „Es hat sich gezeigt, dass es die Menschen schätzen, wenn neue Messeformate angeboten werden. Wir strecken deshalb die Fühler nach Themen aus, die nach Vorarlberg passen und einen Bezug zu unserem Land haben.”

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