Große Teilnahme an kath. Religionsunterricht in Schulen

Die Teilnahme am konfessionellen Religionsunterricht an den AHS ist mit 75% hoch und an den Neuen Mittelschulen mit 95% sehr hoch.
Die Teilnahme am konfessionellen Religionsunterricht an den AHS ist mit 75% hoch und an den Neuen Mittelschulen mit 95% sehr hoch. ©Kath. Kirche Vorarlberg: Elizabeth/flickr.com
Wo bleibt die Krise? – 88% der Schüler/innen nehmen am konfessionellen Religionsunterricht teil. Ein Blick auf die aktuellen Zahlen lässt vor allem eines deutlich werden: die viel zitierte Krise des konfessionellen Religionsunterricht findet nicht statt. Die Zahl der Schüler/innen, die am katholischen Religionsunterricht teilnehmen, ist mit rund 88% auf hohem Niveau stabil.

Feldkirch (PDF) Derzeit werden rund 38.600 Schüler/innen an Vorarlbergs Schulen unterrichtet, die auf die Frage nach ihrem Religionsbekenntnis römisch katholisch antworten würden. Rund 88% dieser Schüler/innen nehmen auch regelmäßig am konfessionellen Religionsunterricht teil. „Für das Schuljahr 2014/2015 zählen wir rund 5000 Abmeldungen vom katholischen Religionsunterricht. Das entspricht etwas mehr als 12%. Natürlich gibt es auch Einzelfälle, in denen die Zahl der Abmeldungen höher ist. Das hat dann allerdings oft seinen Grund darin, dass der Religionsunterricht mit einer Freistunde konkurrieren muss. Der Blick über alle Schultypen zeigt aber, dass z. B. die Teilnahme am konfessionellen Religionsunterricht an den AHS mit 75% hoch und an den Neuen Mittelschulen mit 95% sehr hoch ist. Es fällt mir also schwer, angesichts dieser Zahlen von einer Krise des konfessionellen Religionsunterrichts zu sprechen“, erklärt Mag. Theodor Lang, Leiter des diözesanen Schulamtes, das derzeit rund 580 Religionslehrer/innen betreut.

Ganzheitliche Bildung – sachbezogenes Unterrichtsfach
Die immer wieder aufkochenden Diskussionen um den Ethikunterricht sieht Theodor Lang sachlich. „Unser Schulsystem baut auf der ganzheitlichen Bildung der Schüler/innen auf. Das Religiöse gehört da selbstverständlich dazu. Ich glaube, Jugendliche – egal welcher Konfession – haben ein Recht auf religiöse Bildung. Und man darf auch nicht vergessen, dass die Religionsgemeinschaften den Religionsunterricht auf Wunsch des Staates an den Schulen aufgenommen haben. Das zeigt doch, dass der Staat den konfessionellen Religionsunterricht als das erkannt hatte, was er auch ist – ein wertvoller Teil einer ganzheitlichen Bildung“, so Lang weiter. Den Ethikunterricht schätze er, erklärt Theodor Lang. „Ich möchte aber auch besonders hervorheben, dass das Fach Ethik ein rein sachbezogenes Unterrichtsfach ist. Der Ansatz des konfessionellen Religionsunterrichts verfolgt im Unterschied dazu einen vertieften Zugang zum Religiösen. Denn ohne ein gewisses Mindestmaß an Erfahrung mit Religion kann es kein Verstehen von Religion geben. Im Religionsunterricht lernen Schüler/innen Inhalte der eigenen Bezugsreligion auf verschiedene Weise kennen. Dazu gehört ebenso die enge Verbindung des Christentums zu einem ethisch verantwortbaren Handeln, wie der wertschätzende Umgang mit anderen Religionen. Die Schüler/innen werden im Religionsunterricht  begleitet hin zu einer tragfähigen und kritischen eigenen Religiosität.
Ich glaube, dass der Ethikunterricht vieles leisten kann, aber im Hinblick auf die ganzheitliche Bildung und die Auseinandersetzung mit verschiedenen religiösen Deutungshorizonten nicht ausreichend ist. Deshalb ist die kirchliche Schulaufsicht um eine hohe inhaltliche Qualität des Religionsunterrichts und um eine entsprechende Ausbildung ihrer Lehrkräfte bemüht.“

Schulamt der Diözese Feldkirch
Das Schulamt der Katholischen Kirche Vorarlberg betreut mit seinen Fachinspektorinnen derzeit rund 580 Religionslehrer/innen. Zu den Aufgaben des Schulamtes zählt u. a. die Bestellung der Religionslehrer/innen.
Seit 2011 leitet Mag. Theodor Lang das Schulamt der Diözese Feldkirch.

Quelle:  Katholische Kirche Vorarlberg

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