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Großes Interesse

Rund 200 Interessierte verfolgten beim "VN"-Stammtisch im Bresner Saal in Rankweil die Diskussion um den geplanten Golfplatz im Weitried.

Der Plan, im Weitried einen 18-Loch-Golfplatz aus dem Boden zu stampfen, dürfte weiter Stoff vieler Debatten sein. Das zeigte sich bei einem Stammtisch der “VN”, zu dem mehr als 200 Interessierte in den Bresner Saal geströmt waren.

Gegner und Befürworter des Golfplatzes lieferten sich teilweise emotionell geführte Wortgefechte. Während die Vertreter der Landwirte vor dem Landschaftsverbrauch von 53 Hektar Fläche warnten, wiesen die Befürworter auf zwei Studien hin, die ihrer Meinung nach „einen Golfplatz für ökologisch umweltverträglicher erachten als die industrielle Landwirtschaft im Weitried“. Univ.-Prof. Georg Grabherr, anerkannter Ökologe und Vorsitzender des Naturschutzrates, gab den
Befürwortern indirekt Recht. Dennoch hält er nichts von einem Golfplatz im Weitried. „Dass ein Golfplatz die Gesamtsituation ökologisch verbessern würde, ist klar. Wenn aber die Landesgrünzone für das Projekt geöffnet wird, löst man eine Lawine aus.“

Ökologie ist gefragt

„Wenn wir wollen, dass die Bauern ökologisch wirtschaften, dann müssen sie Optionen haben. Zu den wichtigsten Optionen zählen nun einmal die Flächen“, fuhr Grabher fort. Dass der Golfplatz für die Tierwelt ein Segen wäre, glaubt Grabherr nicht.

Tourismuslandesrat Rein erneuerte sein Ja zu Golf in Rankweil. „Das Gebiet liegt ideal“, hielt er Grabherr entgegen. Für die Umsetzung würden „nur sieben bis acht Prozent der Gesamtfläche des Weitrieds benötigt.“ Den Bauern gab Rein zu bedenken, dass sie „pro Jahr vom Land mit 31 Millionen Euro“ gefördert würden. Er werde sich für eine Reform des Tourismuskonzeptes stark machen.

Nachdem in Riefensberg ein 18-Loch-Golfplatz betrieben wird, Braz mit dem Ausbau beschäftigt ist und Brand vergrößert werden soll, sieht Rein Handlungsbedarf. „Wir werden das Konzept ändern. Und zwar nur eine Seite. Dort wo jetzt zwei 18-Loch-Plätze stehen, werden künftig drei eingetragen“, so Rein. Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer, zeigte sich entrüstet. „Ich bin ein Stück weit enttäuscht über den Verlauf der Debatte.“ Den Bauern die Subventionen vorzuhalten, stelle für ihn „eine nicht angebrachte Polemisierung dar“. Er nehme „zur Kenntnis“, dass einige Bauern für den Golfplatz eintreten würden, an seiner Ablehnung könne dies nichts ändern.

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