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53-Jährige zu Brand in Wien-Donaustadt unter Tatverdacht

Die Berufsfeuerwehr war mit acht Fahrzeugen im Einsatz
Die Berufsfeuerwehr war mit acht Fahrzeugen im Einsatz ©APA/STADT WIEN FEUERWEHR
Neue Entwicklungen hat es am Sonntagnachmittag zu dem Brand in der Wehrbrücklstraße in Wien-Donaustadt gegeben, bei dem am Samstagabend ein 57 Jahre alter Mann schwer verletzt wurde. Das Feuer wurde offenbar gelegt, wie die Landespolizeidirektion der APA mitteilte. Tatverdächtig ist die Lebensgefährtin des Schwerverletzten, eine 53 Jahre alte Frau. Sie soll eine Bettdecke angezündet und die Wohnung verlassen haben, nachdem es ihr nicht gelungen war, das Feuer zu löschen.

Bei der Frau lägen Hinweise auf eine mögliche psychische Erkrankung vor, gab Polizeisprecher Markus Ditttrich bekannt. Sie dürfte zum Tatzeitpunkt auch alkoholisiert gewesen sein. In einer kurzen Erstbefragung habe die 53-Jährige zugegeben, die Bettdecke angezündet zu haben. Motiv konnte sie keines nennen. "Sie hat gesagt, sie weiß nicht, warum sie das getan hat", sagte Dittrich. Die 53-Jährige sei nach Rücksprache mit dem Journalstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Wien auf eine psychiatrische Abteilung überstellt und wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst angezeigt worden, meinte Dittrich.

Ihr Lebensgefährte, der von der Wiener Berufsfeuerwehr "im letzten Moment" - so die Angaben von Feuerwehr-Sprecher Christian Feiler - aus der im Erdgeschoß gelegenen Wohnung geborgen wurde, befindet sich mittlerweile in einem Spital im künstlichen Tiefschlaf. Er hatte Verbrennungen und eine Rauchgasverletzung erlitten. Sechs weitere Hausbewohner - darunter drei Kinder - mussten in einem Spital behandelt werden, wurden aber nicht schwerwiegend verletzt. Die Feuerwehr hatte mit acht Fahrzeugen und 39 Einsatzkräften das Brandgeschehen bekämpft.

Das Feuer war kurz nach 21.00 Uhr ausgebrochen. Beim Eintreffen der alarmierten Feuerwehrkräfte schlugen diesen aus einem Fenster Flammen entgegen. "Die Flammen sind auch schon an der Außenfassade hochgezüngelt. Wir konnten aber ein Übergreifen des Feuers auf die darüber liegenden Wohnungen verhindern", schilderte Oberbrandrat Feiler der APA. Das Stiegenhaus sei infolge der offen stehenden Wohnungstür in der betroffenen Wohnung ("Es war ein klassischer offener Zimmerbrand") stark verraucht gewesen, berichtete der Feuerwehr-Sprecher. In der Wohnung habe sich zu diesem Zeitpunkt noch eine männliche Person befunden: "Es wurden zwei Löschleitungen gelegt und die Kollegen sind unter Atemschutz über die Eingangstür sowie eine Terrassentür in die Wohnung gelangt und haben mit der Brandbekämpfung und der Personensuche begonnen." Dabei konnte der am Boden liegende Mieter der Wohnung vorgefunden werden. Der Mann wurde geborgen und ins Freie gebracht. Die Partnerin des Mannes, die nun als Tatverdächtige gilt, hatte sich noch selbstständig ins Freie retten können.

Die Berufsrettung war mit einer Sonder-Einsatz-Gruppe mit 16 Rettungsteams zur Stelle und übernahm die notfallmedizinische Versorgung. Einige Hausbewohner hatten selbstständig das Gebäude verlassen, andere wurden aufgrund der starken Rauchentwicklung von der Feuerwehr unter Atemschutz aus ihren Wohnungen gebracht. Anschließend wurde das Stiegenhaus mit einem Hochleistungslüfter vom Rauch befreit. Um 23.15 Uhr war der Einsatz beendet.

(APA)

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