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Große Lawinengefahr oberhalb 1.900 Meter

Die in den Bergen auch am Dienstag anhaltende stürmische Nordwestwetterlage hat in Vorarlberg seit Montag den ersehnten Schnee bis in die Tallagen gebracht.

In Staulagen fielen oberhalb 1.200 Meter Seehöhe nochmals 30 bis 50 cm Neuschnee. Damit sind hier innerhalb von 40 Stunden 65 bis 90 cm Neuschnee gefallen. Bis Dienstagnachmittag werden weitere 15 cm erwartet. Durch labilen Neuschnee ist in steilen Kammlagen oberhalb 1.900 Meter große Lawinengefahr der Stufe 4 auf der fünfteiligen Skala entstanden, informierte die Landeswarnzentrale am Dienstag.

Kräftige Höhenwinde aus Südwest bis Nord mit stürmischen Böen führten zu umfangreichen Schneeverfrachtungen. Der Neuschnee wurde im Hochgebirge auf eine sehr unterschiedliche, vom Wind gezeichnete und stellenweise verharschte Altschneedecke, teils auf den aperen Boden abgelagert. Vor allem die teils beträchtlichen, spröden Triebschneeansammlungen seien störanfällig, hieß es.

Die Touren-Möglichkeiten sind auf Grund der stürmischen Witterung, der schlechten Sicht und der örtlich großen Lawinengefahr sehr eingeschränkt, appellierte Hermann Wirth von der Landeswarnzentrale an die Skifahrer: „Steile, kammnahe Windschattenhänge sollten gemieden werden. Aber auch in tieferen Lagen ist die Verbindung zum durchnässten, aperen Boden nur mäßig. Mit dem Abgleiten von Schneerutschen von steilen Grashängen und Böschungen ist zunehmend zu rechnen. Dadurch können auch exponierte, höher gelegene Straßenabschnitte vorübergehend gefährdet werden”.

Mit zunehmendem Hochdruckeinfluss klingen die Niederschläge am Mittwoch aus und es wird auf den Bergen sonnig und milder, prognostizierte Wirth. Ab Sonntag ist wieder Temperaturrückgang und Schneefall angesagt. Bis dahin tritt eine langsame Setzung und Verfestigung der Schneedecke ein und damit werde die Lawinengefahr überwiegend auf mäßig (Stufe 2) absinken.

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