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Großbrand in Fontanella

Im Großwalsertal brennt in der Nacht auf gestern ein Haus aus und der Stall komplett ab - der Besitzer und eine junge Familie konnten sich in letzter Sekunde retten.    

Hausbesitzer Heino Konzett wirkt gefasst, als er am Vormittag mit den “VN” über die Brandnacht spricht. Gerade wird der Stall abgerissen. Noch immer brennt das Gebälk.

Komisches Knistern

“Ich bin um Mitternacht aufgewacht, weil es so komisch geknistert hat”, schildert der Bankangestellte. Als er aus dem Schlafzimmerfenster blickt, sieht den angebauten Stall in Vollbrand stehen. Unten im Erdgeschoss schläft eine junge Familie in ihrer Mietwohnung: Werner Stark samt Freundin Martina und Töchterchen Fabienne, erst 8 Monate alt. “Plötzlich ist Heino schreiend ins Schlafzimmer hereingestürmt”, sagt Werner Stark. Er denkt erst an einen Scherz und mahnt ihn mit einem “Psst!” zur Ruhe – die kleine Fabienne schläft. Dann geht alles blitzschnell. Fabienne in eine Decke gewickelt und raus. Kühe aus Stall gerettet “Als wir ankamen, stand der Stall in Vollbrand, die Flammen loderten bereits aus dem Dachstuhl des Wohngebäudes”, schildert Feuerwehreinsatzleiter Kurt Burtscher. Im Stall sind sechs Kühe untergestellt – noch immer eingesperrt in den Flammen. “Wir mussten die Stallwand aufsägen, um die Tiere zu befreien.” Drei Feuerwehrmänner werden bei der Rettungsaktion verletzt. Schwierig: Löschwasser ist im Winter Mangelware in der Parzelle Mittelberg: “Wir mussten haushalten”, so Burtscher. Drei Tankwagen bringen Wasser aus dem Ortszentrum im Pendelverkehr, 700 Meter Löschleitungen werden gelegt.

Der Stall brennt völlig ab, auch das Wohnhaus ist zerstört. “Wahrscheinlich war es ein Elektrodefekt im Stall, Brandstiftung kann sicher ausgeschlossen werden”, sagen die Brandermittler der Kripo.

Sowohl für Heino Konzett als auch die junge Familie Stark wird gesorgt: Sie kommen nun bei ihren Eltern im Ort unter.

 
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