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Große Entscheidungen stehen an

Bregenz - Große Entscheidungen stehen an Bregenz - Auf dem Seestadt- und Bahnhofsareal soll nach 17 Jahren endlich mehr als nur einen Parkplatz entstehen. Interview mit Bgm. Linhart

Der Hafen soll attraktiver und kundenfreundlicher gestaltet, die Pipeline renaturiert und verkehrstechnisch entschärft werden.

Allen drei Punkten sind schon jahrelange Diskussionen vorangegangen. Vor allem der “teuerste” Parkplatz Vorarlbergs, das Seestadtareal (mindestens sieben Millionen Euro wert), sorgt immer wieder für großes Aufsehen. Für viele aus der Bevölkerung ist es unverständlich, warum sich das Erschließen des Geländes so lange zieht. Zum Einen konnte – laut dem Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart (ÖVP) – erst im März dieses Jahres eine Einigung mit der ÖBB getroffen werden. Somit wird nicht nur das Seestadtareal, sondern auch das Bahnhofsgebiet miteinbezogen. Was bedeutet, dass auch der Bregenzer Bahnhof umgebaut bzw. neu gestaltet wird. Zum Anderen hatten die Illwerke (mit 70 Prozent Haupteigentümer der Seestadt-Gesellschaft) nie einen Verwertungsdruck. „Das ist auch gut so, denn die Bebauung dieses Gebietes ist sehr heikel. Allein die Größe von 10.000 Quadratmeter entspricht der Größe der kompletten Innenstadt. Deswegen wäre es völlig falsch, hier ein Einkaufszentrum á la Messepark hinzustellen. Denn es ist ja auch nicht mehr Kaufkraft da und man schadet nur den Geschäften im Zentrum. Es muss ein guter Mix mit Wohnungen, Büros und Einkaufsmöglichkeiten sein, sonst wird die Stadt zerstört“, betonte Linhart im „VOL“-Interview. Es wurde bereits eine Verwertungsgesellschaft gegründet, weiters soll bis Herbst eine Projektgruppe installiert werden, die von einem externen Spezialisten geleitet wird. Diese Projektgruppe soll ein städtebauliches Konzept entwerfen, bei dem erstmals die Nutzung festgelegt wird, aber auch eine Lösung des aktuellen Verkehrsproblems erarbeitet wird. Der Bregenzer Bürgermeister sieht mittlerweile nach eigenen Aussagen seine Aufgabe darin, „die treibende Kraft dahinter zu sein, damit das Projekt nicht einschläft“.

Auch der Bregenzer Hafen zählt nicht gerade zu den Vorzeigeeinrichtungen in Bregenz, doch auch das soll sich möglichst bald ändern. Derzeit ist eine Machbarkeitsstudie von der Seestadtgesellschaft (Besitzer) und den Vorarlberg Lines (Betreiber) in Auftrag, diese überprüft, wie der Hafen funktioneller und für Gäste einladender gestaltet werden kann. Als Vorbild könnte die „Mole West“ in Neusiedl am See (ein außergewöhnliches Lokal mit eigenen Anlegeplätzen direkt am Neusiedlersee, das komplett von Wasser umgeben ist) dienen. Linhart kann sich so etwas sehr gut vorstellen: „Ich war schon im Burgenland und habe mir das Ganze vor Ort angeschaut. Für Bregenz wäre dies eine weitere Attraktion, die auch alle „Bötlefahrer“ vom Bodensee ansprechen würde und somit mehr Menschen in die Stadt locken würde.“ Der 48-Jährige würde es zudem für sinnvoll erachten, wenn die Anlegestellen für die öffentliche und private Schifffahrt ihren Platz tauschen würden. Damit würde man ein wesentlich komfortableres Zusteigen für die Gäste ermöglichen, den Ausstieg näher zum Stadtzentrum bringen und den Konflikt zwischen den Radfahrern und Fußgängern im Hafenbereich lösen. Der Bürgermeister der Landeshauptstadt hofft, dass in der Hafengestaltung noch in diesem Jahr eine Entscheidung gefällt wird. Auch auf der Pipeline gibt es jeden Sommer Probleme zwischen den Fußgängern und Radfahrern. Um diese Kontroverse zu beseitigen, soll die Pipeline verbreitert werden. Zusätzlich soll der Erholungswert mit einer Renaturierung (mehr Bäume und Grasflächen) gesteigert werden. „Mir ist das Bodenseeufer heilig, deswegen steht die Pipeline in der Prioritätenliste sehr weit oben. Die Pipeline soll ein für jedermann zu jederzeit zugänglicher attraktiver Erholungsraum direkt am See werden“, so das Bregenzer Stadtoberhaupt weiter. Da in der Kassa der Festspielstadt bekanntlich nicht gerade Überfluss herrscht, muss zur Finanzierung der Umgestaltung noch das nötige Geld gefunden werden. Da darf man gespannt sein, wann die Bagger tatsächlich auf der Pipeline mit der Umgestaltung beginnen.

Markus Linhart unterstrich während des Gesprächs mehrmals, dass „für alle drei Projekte gilt: „Ohne Bürgerbeteiligungsverfahren wird es keine Entscheidungen geben.“ Somit kommt wohl – neben der Stadtvertretung – auch viel Arbeit auf die Bregenzer Bürger zu.

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