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Großbetrüger beschuldigte Polizei: Neun Monate Haft

©VOL Live/ Hofmeister
(VN) Feldkirch - Großbetrüger behauptete, Beamte hätten bei Festnahme 40.000 Euro aus seinem Maserati gestohlen.

Im April wurde der 29-jährige Mann mit der österreichisch-schweizer Doppelstaatsbürgerschaft am Landesgericht Feldkirch wegen seiner Betrugshandlungen zu drei Jahren Haft verurteilt. Mittlerweile sitzt er diese in Suben in Oberösterreich ab. Der fünffach Vorbestrafte hatte es über Jahre hinweg geschafft, immer wieder zu bestellen und niemals etwas zu bezahlen. Geschirrspüler, Bauzubehör, Ersatzteile für seinen Pontiac und Audi V8, Bücher, Tankkarten, Motorräder, Navigationsgeräte und sogar einen Maserati nannte er sein Eigen, ohne jemals die Rechnungen beglichen zu haben. Unter dem Namen „Berger“, „Huber“ oder irgendwelchen Firmennamen funktionierte die Masche vor allem im Kanton St. Gallen. Im Frühling dieses Jahres bekam der Ganove dann schließlich die Rechnung für seine krummen Touren präsentiert. Drei Jahre Haft – und dabei hatte er noch Glück, weil viele Fakten aus rechtlichen Gründen ausgeschieden werden mussten. Gestern musste er nochmals auf der Anklagebank in Feldkirch Platz nehmen. Dafür war der Mann eigens aus Suben „angereist“. Nach seiner Festnahme hatte er behauptet, die einschreitenden Beamten hätten 40.000 Euro aus seinem Wagen, einem Maserati, gestohlen. Ermittlungen gegen die Polizisten wurden eingeleitet, der Ganove als Zeuge vernommen. Mehrmals wiederholte er die Anschuldigungen. Gestern zeigte sich der Lügner und Betrüger allerdings geständig. „Es war falsch“, räumte er kurz und bündig ein. Für Verleumdung und falsche Beweisaussage gab es nochmals neun Monate Haft. Das Urteil ist rechtskräftig.

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