Grünes Licht für Kulturmeile

Bregenz - Die Stadtvertretung beschließt eine Kornmarkt-Überbauung. Architekten sind bereits auf Besichtigung. Bürgermeister Markus Linhart betonte in der Vergangenheit immer wieder: "Die Stadt braucht in ihrem Herzen einen Platz."

Und nachdem das Herz von Bregenz, der Kornmarktplatz, bis dato eher schwach durchblutet war, mögliche Pläne seit Jahrzehnten immer wieder verworfen wurden, hatte das Land Anfang des Jahres angekündigt, 30 Millionen Euro in die Neugestaltung des Landesmuseums investieren zu wollen. Zusätzlich wurden 900.000 Euro für Unwägbarkeiten zur Verfügung gestellt.

Am Dienstag kam dann die Stadtvertretung zusammen, um eine der letzten Hürden zu nehmen. Mit den Stimmen von ÖVP und Grünen wurde eine mögliche Überbauung des Kornmarktplatzes beschlossen. Dass eine solche kommt, ist damit noch keinesfalls sicher. Prinzipiell sollen die mit dem Neubau des Landesmuseums betrauten Architekten aber die Möglichkeit bekommen, über einen Ausbau des Museums bis zur Kante der Probebühne nachzudenken.

Die SPÖ hatte sich gegen einen solchen Beschluss ausgesprochen. Stadtrat Michael Ritsch: „Die 30 Millionen sind nur für den Gebäudeneubau veranschlagt. Für neue Parkplätze müsste aber die Stadt aufkommen. Aus diesem Grund stimmte die SPÖ gegen die Pläne.“ Ritsch hätte die Parkplatzfrage gerne zuvor gelöst gesehen.

Rückendeckung

In einem Schreiben an Bürgermeister Markus Linhart fordert Architekt Karl Baumschlager indes: „Wir sind der Meinung, dass im Vorfeld zum Wettbewerb Museum keinesfalls Entscheidungen zur Frage Parken am oder unter dem Kornmarktplatz getroffen werden sollten. (…) Möglicherweise gibt es nicht nur Nichtparken oder Parken, sondern intelligente Zwischenlösungen. Wir würden ein Stillhalten in diesem Fall aus vorgenannten Gründen für sehr sinnvoll halten.“

Gestern besichtigten jedenfalls 30 Architektenteams den Kornmarktplatz. Unter den Teams sind Vorarlberger mit elf heimischen Architekturbüros stark vertreten. Bis Anfang November müssen die Wettbewerbsarbeiten vorliegen. Anfang Dezember entscheidet dann die elfköpfige Jury über die eingereichten Arbeiten. Baubeginn soll im September 2009 sein. 2012 könnte der Platz im „Herzen von Bregenz“ fertiggestellt sein. Die sogenannte Kulturmeile zwischen Kunst- und Festspielhaus soll ein neues Gesicht erhalten.

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