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Grüne: Schutzwald beeinträchtigt

Die Grünen machen in einer Landtagsanfrage auf eine zum Teil "bedenkliche" Situation des Schutzwaldes in Klösterle aufmerksam.
Schwärzler kritisiert Grüne

„Dass der Wildbestand an vielen Orten im Land viel zu hoch ist und es dadurch zu massiven Schäl- und Verbissschäden in Schutzwäldern kommt, ist lange bekannt. Reagiert wurde bisher kaum,“ kritisiert Grünen-Klubobmann Johannes Rauch die Vorgangsweise der Landesregierung in Sachen Elementarschäden. „Auch in Klösterle ist seit langem klar, dass die Gefährdung des Schutzwaldes bedrohliche Ausmaße angenommen hat. Am 11. Juli kam die Mure linksseitig ins Tal gedonnert, Gefahr droht aber auch von der anderen Talseite.“

Rauch zitiert ein Gutachten der BH Bludenz aus dem Jahr 2009, in dem von einer „flächenhaften Gefährdung des forstlichen Bewuchses“ die Rede ist und in dem es weiter heißt: „Bei einem weiteren Anhalten der Schälbelastung muss in Zukunft mit flächigen vorzeitigen Zusammenbrüchen der betroffenen Bestände gerechnet werden. (…) Dies bedeutet nicht nur einen enormen wirtschaftlichen Schaden, sondern auch eine massive Beeinträchtigung der Objektschutzwirkung des Waldes.“ Es gehe dabei um Flächen von 45 ha (Schattenhalb) bzw. 3 ha (Dickawald).

„Nachdem am 11. Juli in Klösterle eine Mure linksseitig ins Tal gedonnert ist, kann und darf es nicht sein, dass man zuschaut, wie auf der rechten Seite der Schutzwald durch viel zu hohe Wildbestände ruiniert wird“, so der grüne Umweltsprecher. „Landesrat Schwärzler trägt die Verantwortung. Er hat dafür zu sorgen, dass auf große Worte wie ‚Schutzwaldstrategie’ nun auch Taten folgen.

„Der Schutzwald und das Bewahren von Siedlungen vor Naturgefahren kommen vor jagdlichen Interessen“, begründet Rauch seine an den  Landesrat gerichtete Landtagsanfrage.

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