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Grüne: "Kindergarten ab drei längst überfällig"

Schwarzach - "Wir freuen uns, dass endlich – nach mehreren Anträgen von grüner Seite – das Kindergartengesetz überarbeitet wird.", so Fritz.

Was die Öffnung der Kindergärten für Dreijährige betrifft, so ist diese längst überfällig. Hier darf nicht weiter gebremst werden“ schüttelt die grüne Bildungssprecherin Karin Fritz den Kopf angesichts der Meldung, dass die Dreijährigen nur schrittweise bis 2010 in den Kindergärten aufgenommen werden sollen.

„Eltern müssen sich endlich auch in Vorarlberg darauf verlassen können, dass sie für Dreijährige eine Betreuung erhalten, alles andere ist inakzeptabel“ betont die grüne Landtagsabgeordnete. „Beispiele von Eltern, die bis zum Volksanwalt gehen mussten, weil sie keinen Platz in ihrer Gemeinde für ihr dreijähriges Kind bekamen, zeigen, dass hier großer Handlungsbedarf ist. Die ÖVP hat lange genug gebremst, zugewartet, und vertröstet.“

„In anderen Bundesländern ist der Kindergartenbesuch ab 3 Jahren Standard. In Niederösterreich werden sogar ab Herbst 2008 die Kinder ab 2 ½ Jahren in den Kindergarten aufgenommen und diese Maßnahme wird innerhalb weniger Monate umgesetzt. Wieso soll die generelle Öffnung für Dreijährige in Vorarlberg so schwierig sein?“

„Niemand ist gezwungen, sein Kind mit 3 Jahren in den Kindergarten zu bringen“ betont Karin Fritz. „Viele Eltern wollen oder brauchen allerdings einen Platz. Wesentlich ist natürlich, dass die Qualität passt. Wir Grüne haben in unseren Anträgen die wesentlichen Eckpunkte bereits aufgezeigt: kleine Gruppen mit maximal 21 Kindern sowie ein höherer Zählungsfaktor für Dreijährige und für Kinder mit Sprachproblemen“ erklärt die Bildungssprecherin.

„Um die einzelnen Gemeinden nicht zu überfordern, sind gemeindeübergreifende Modelle zu entwickeln, wie wir es in unseren Budgetanträgen vorgeschlagen haben. Eltern sollten auch die Möglichkeit erhalten, ihr Kind am Arbeitsort in den Kindergarten zu bringen“ zeigt die Landtagsabgeordnete weitere Möglichkeiten auf.

„Bestmögliche Betreuung und Förderung der Kinder macht sich bezahlt“ ist Karin Fritz überzeugt, denn „gerade in diesem Alter können Benachteiligungen – etwa auf Grund des sozio-ökonomischen Hintergrunds – noch gut ausgeglichen werden. Angesichts der zunehmenden Zahl der Einzelkinder wird das Spielen in der Gruppe immer wichtiger. Kinder lernen dabei enorm, sowohl kognitiv als auch sozial. Auch für das Erlernen der deutschen Sprache bringt ein früher Kindergartenbesuch enorm viel“.

Quelle: Die Grünen Vorarlberg

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