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Grüne: Auwald wurde geschlägert

Raumplanungsbeirat des Landes Vorarlberg: Wieder ein Möbelhaus auf der Grünen Wiese genehmigt Wieder 50.000 m² Auwald geschlägert …

„Es bleibt dabei: Im Zweifelsfall siegt die Einzelentscheidung über eine sinnvolle Gesamtplanung!“

Das ist das Fazit, das Grünen-Klubobmann Johannes Rauch nach der gestrigen Sitzung des Landes-Raumplanungsbeirates zieht.

Fall 1: Möbelhaus auf der Grünen Wiese

Genehmigt wurde ein Möbelhaus am Ortsrand von Feldkirch und Rankweil mit einer Verkaufsfläche von 10.000 m², mitten auf der Grünen Wiese.

„Berücksichtigt wurde bei der Entscheidung weder die jetzt schon katastrophale Verkehrssituation, noch die Notwendigkeit einer Gesamtplanung des Gebietes, noch die negativen Auswirkungen auf die Ortszentren. Auflagen für die Firma XXX-Lutz hat es keine gegeben – etwa die Errichtung einer Tiefgarage”, hält Rauch fest. “Einerseits werden über die ‘vision.rheintal’ schöne Konzepte entwickelt und von gemeindeübergreifender Planung geredet, andererseits wird das genaue Gegenteil getan. Widersprüchlicher geht´s nicht!“

Fall 2: 50.000 m² Auwald für Betriebserweiterung

Genehmigt wurden weitere 50.000 m² Fläche aus der Landesgrünzone für eine Betriebserweiterung. Die Firma Liebherr möchte ihr Betriebsgelände erweitern, was an sich kein Problem wäre, wenn da nicht gerade die Landesgrünzone und ein Auwald und ein Grundwasserschongebiet wären.

“Unbestritten ist, dass Liebherr ein wichtiger Arbeitgeber in der Region ist”, so der Klubobmann der Grünen. “Unbestritten ist auch, dass dieser Betriebserweiterung somit ein zumindest größeres öffentliches Interesse zukommt als manch anderem Projekt, das schon genehmigt wurde. Unglaublich ist allerdings die Vorgangsweise: der gesamte Auwald wurde nämlich bereits gerodet, bevor die Entscheidung im Raumplanungsbeirat überhaupt gefallen war.” (siehe Foto)

(Quelle: Grüne Vorarlberg)

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