Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Grippeampel steht auf grün

Husten, Schnupfen, Heiserkeit: Eine Infektionswelle rollt durch Vorarlberg. Doch die kommt jedes Jahr so pünktlich wie das Amen im Gebet. "Klassisch saisonal", sagt der Lustenauer Vorsorge- und Allgemeinmediziner Dr. Günter Diem dazu.

Eindeutige Fälle der weitaus gefährlicheren Influenza hat er noch nicht ausgemacht. Damit liegt Diem auf einer Ebene mit dem Institut für Virologie an der Medizinischen Universität Wien, das Vorarlberg in punkto Grippewelle nach wie vor im grünen Bereich wähnt.

Keine Wunderwaffe

Seit fünf Jahren gibt es das Diagnostische Influenza-Netzwerk Österreich. Dabei handelt es sich um das bis dato einzige Grippe-Frühwarnsystem. Die Basis der Erkenntnis bilden Proben, die von ausgewählten niedergelassenen Ärzten in allen Bundesländern stammen. Die neuesten Auswertungen sind deutlich: In Wien und Oberösterreich wurden wiederholt Grippeviren nachgewiesen. Alarmstufe rot. In Niederösterreich, Salzburg, Kärnten und Tirol ergaben die Stichproben einzelne positive Ergebnisse. Stufe gelb. Einzig im Burgenland, in der Steiermark und in Vorarlberg steht die Influenzaampel noch auf grün. Das heißt, es wurden bislang keine Grippeerreger gefunden.

Aber was nicht ist kann bekanntlich noch werden. Auch wenn das niemand hofft. Eine prophylaktische Wunderwaffe gegen das sich jährlich wechselnde Virus gibt es nicht. “Da helfen weder Drinks noch Pülverchen”, so Diem. Am ehesten trotzen noch vernünftige Ernährung und regelmäßige Bewegung der Ansteckungsgefahr. “Die einzige wirklich wirksame Vorbeugung ist jedoch die Impfung”, bestätigt der Arzt.

Stich lohnt noch

Dennoch hat die Influenzaimpfung einen schlechteren Stellenwert als etwa die Zeckenschutzimpfung. “Dabei ist die Wahrscheinlichkeit an einer Grippe zu erkranken, um ein Vielfaches höher”, kann sich der Arzt da nur wundern. Die Ursachen vermutet er in falsch interpretierten Erfahrungen über Atemwegsinfekte, die trotz Impfung auftreten können, und der kurzen Wirkungsdauer. Immerhin muss die Grippeimpfung jährlich durchgeführt werden.

Laut Diem lohnt der schützende Stich immer noch. Denn der Impfschutz ist bereits nach ein paar Tagen gegeben. Und so komisch das klingen mag: Das Immunsystem selbst würde am besten durch einen Infekt gestärkt.

Lesen Sie mehr:
Wie erfolgt die Ansteckung mit dem Grippevirus und was Sie sonst noch wissen sollten zum Download [doc – 53KB].

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Grippeampel steht auf grün
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen