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Grausamer Fund

Bei dem am Samstag Mittag in Hard entdeckten Kinder- leichnam handelt es sich um den seit Wochen vermissten Julian. [26.9.99]

Die Hoffnung von Manuela und Dietmar Halbeisen aus Vaduz, ihren acht Monate alten Sohn Julian lebend wiederzusehen, ist der traurigen Gewissheit gewichen, dass ihr Baby tot ist. Am Samstag wurde die Leiche des Säuglings am Bodenseeufer in Hard gefunden.

Der von einer Spaziergängerin entdeckte Torso der Babyleiche wurde unterdessen auf Anweisung des Landesgerichts zur Obduktion nach Feldkirch überstellt. Die Mutter hat die Kleidung, die ihr Baby am Tag des Verschwindens trug, erkannt.

Julian war Ende August von seinem “Leihopa“ aus Feldkirch am Rheinufer in Vaduz spazierengeführt worden. Der 65-jährige wurde tot im Rhein gefunden, das Baby blieb seither spurlos verschwunden.

“Trauer kann beginnen“

Die Eltern, die den von der Gerichtsmedizin festgestellten Suizid des Mannes nie wahrhaben wollten und selbst eine Entführung nicht ausschlossen, riefen in der Folge die Bevölkerung in Liechtenstein und Österreich via Medien auf, nach dem kleinen Julian Ausschau zu halten.

“Die Ungewissheit, was mit Julian geschehen ist, ist für die Eltern jetzt vorbei. So schlimm die Gewissheit des Todes für sie sein muss: jetzt können sie ihr Kind bestatten und anfangen, um ihren kleinenJulian zu trauern“, zeigt Hoch, Chef der Liechtensteiner Landespolizei, Mitgefühl.

Von Gerda Zimmermann

Mehr darüber in den “VN” vom Montag.

(Bild: VN; O-Ton:
)
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