Grafenegg Festival feiert im Sommer Georg Friedrich Haas

Georg Friedrich Haas steht heuer im Zentrum des Grafenegg-Sommers
Georg Friedrich Haas steht heuer im Zentrum des Grafenegg-Sommers ©APA/LPB/Franz Neumayr
"Wir ruhen uns nicht auf den Lorbeeren aus, sondern blicken in die Zukunft" - Rudolf Buchbinder zeigte sich als Chef des Grafenegg-Festivals wohlgemut ob der Edition des Klassikfestivals 2022. Schließlich haben sich für die 16. Ausgabe wieder klingende Namen wie Manfred Honeck und Simon Rattle mit ihren Orchestern angesagt. "Es ist international für meine Kolleginnen und Kollegen ein Muss geworden, in Grafenegg aufzutreten", so Buchbinder am Freitag bei der Präsentation.

Und so finden sich bereits zur Sommergala am 23. und 24. Juni Starsopranistin Marlis Petersen und Bariton Erwin Schrott mit den Tonkünstlern und Trompetenjungstar Selina Ott ein. Die eigentlichen Sommerkonzerte sind dann von 2. Juli bis 6. August angesetzt und laden zu "Spanischer Lebensfreude", "Wiener Stimmungen" oder der "Zauberhaften Belle Époque".

Von 13. August bis 4. September folgt dann das eigentliche Grafenegg Festival, das mit einem konzertanten "Fidelio" abhebt, bei dem Jonas Kaufmann und Anja Kamp für die Freiheit leiden werden. Im Mittelpunkt steht in Folge aber nicht zuletzt Georg Friedrich Haas als Residenzkomponist. So wird unter anderem das 2. Violinkonzert des 68-Jährigen von Miranda Cuckson zur Erstaufführung gebracht, während bei seinen "Marce ascendenti e discendenti" Blasmusikkapellen gemeinsam mit den Publikum durch den Schlosspark marschieren sollen.

Das Pittsburgh Symphony Orchestra wird daneben unter Manfred Honeck mit Hélène Grimaux und Gautier Capucon musizieren, das London Symphony Orchestra mit Simon Rattle hingegen unter anderem Mahlers monumentale "Auferstehungssymphonie" Nr. 2 intonieren. Und der Giardino Armonico lädt mit Patricia Kopatchinskaja zu einer barocken Matinee.

Dabei soll es kommendes Jahr wieder ein komplettes Rahmenprogramm mit Einführungen, Prélude- und Late-Night-Konzerten geben, was sich heuer coronabedingt schwierig gestaltete. Ganz unbeschadet von der Pandemie bleibt die Planung in Grafenegg dann aber doch nicht, hat das NCPA Orchestra aus China doch seine Welttournee und damit auch das geplante Grafenegg-Konzert gestrichen. So oder so, Ziel ist, 5,2 Mio. Euro des geplanten Gesamtbudgets von 9,9 Mio. Euro selbst zu erwirtschaften. Die restlichen 4,7 Mio. Euro setzen sich aus Subventionen der öffentlichen Hand zusammen.

Die Entwicklung seit Gründung vor 15 Jahren erfülle sie mit Stolz, unterstrich denn auch Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Freitag, sei es doch gelungen, Grafenegg auf Augenhöhe mit Salzburg und Bregenz zu bringen: "Wer hätte vor 15 Jahren gedacht, dass hier eine derartige Erfolgsgeschichte geschrieben wird?" Dabei sei Grafenegg das Aushängeschild der Kulturpolitik des Landes geworden. Und wenn sie sich die Zahlen des abgelaufenen Kultursommers in Niederösterreich ansehe, bei dem trotz Corona über 360.000 Besucherinnen und Besucher zu mehr als 2.500 Veranstaltungen gekommen seien, zeigte sich Mikl-Leitner überzeugt: "Uns ist es gelungen, bei der Kultur aus dem Schatten von Wien zu treten."

(S E R V I C E - )

(APA)

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