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Gorbach verlangt Gespräche mit der ÖVP

In der kommenden Woche sollten „dringend“ Gespräche zwischen ÖVP und Freiheitlichen geführt werden. [22.1.2000]

Das verlangte der Vorarlberger FPÖ-Obmann Hubert Gorbach am Samstag im APA-Gespräch. Das seien zwar „keine Regierungsgespräche, aber dass man mit der ÖVP redet, das verlange ich sogar von meiner Parteiführung. Es muss ja nicht bei jedem Gespräch der Klima als Abgesandter des Herrn Klestil dabeisitzen“.

Im Interview mit Radio Vorarlberg hatte Gorbach zuvor Gespräche „im Sinne Österreichs“ urgiert. Diese sollten „mit jenen Kräften, die bereit sind, mit uns als stabilisierendem Faktor eine Sanierungskoalition zu machen und Reformen einzuleiten“ geführt werden.

Wörtlich sagte Gorbach: „Ich persönlich, das ist aber noch nicht akkordiert, ich würde gerne dem Bundespräsidenten klarmachen, dass es im Parlament eine Mehrheit von 104 Abgeordneten gibt, die keine Minderheitsregierung brauchen.“ Gegenüber der APA korrigierte er diese Aussage dann: „Der Satz hätte in den Konjunktiv gehört, also dass es eine solche Mehrheit gäbe. Da sieht man einmal, wo ich in Gedanken schon bin.“

ÖVP-Vizeobfrau Elisabeth Gehrer stellte im Radio-Vorarlberg-Interview in Abrede, dass es in ihrer Partei nun eine Obmanndiskussion gebe: „Ich halte den Wolfgang Schüssel für den besten Obmann aller Zeiten. Erfolg kommt nur, wenn man gemeinsam zielstrebig längere Zeit arbeitet und das werden wir jetzt tun.“

Die ÖVP werde jetzt „Gespräche auf parlamentarischer Ebene führen“, so Gehrer. „Wir werden in den nächsten Monaten auf der parlamentarischen Ebene äußerst konstruktiv arbeiten und schauen, dass wir unsere Vorstellungen und vor allem die Ziele, die wir in diesem Sach-Regierungsprogramm erarbeitet haben, durchbringen.“

(Bild: VN)

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