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Goldig im Quadrat

Massiv gearbeitete Gliederketten, geometrische Formen, verführerische Farbnuancen – auf diese goldigen Trends dürfen wir uns diese Saison freuen. So viel sei verraten: Schmuck darf definitiv ein Statement setzen.
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Massiv gearbeitete Gliederketten aus luxuriösen Materialien sind schon seit einiger Zeit extrem angesagt. Zahlreiche Manufakturen haben dieses Thema aufgegriffen, wie etwa das italienische Luxus-Label Clioro mit den Linien „Stilsicherheit“ und „Leichtigkeit“ oder Pomellato mit seiner legendären Brera-Kollektion: Die zarten goldenen Glieder verbinden sich zu unendlichen Maschen, sodass die bloße Struktur der Glieder zu einem Eyecatcher avanciert, ohne zusätzlichen Anhänger oder Charms. Valérie Messika setzt bei Lucky Move ebenfalls auf „großspurige“ Kettenverbindungen. Mit ihrem schlichten Erscheinungsbild durch klare und runde Linien ist sie ein Konzentrat des Savoir-faires. Gekrönt wird das Collier durch eine strahlende, mit Diamanten ausgefasste Fläche, die bei jeder Bewegung der Trägerin mittanzen – „I like to move it!“

Im Gleichgewicht.

Eine weitere wichtige Strömung sind klare geometrische Formen wie Quader, Dreieck oder Kreise. Niessing hat sich ganz und gar den puren, „straighten“ Formen verschrieben. Neben dreidimensionalen Neuinterpretationen, bei denen die einzelnen Kuben und Glieder zu kleinen Kunstwerken verschmelzen, sind Preziosen wie der Spannring mittlerweile zu einer Art Klassiker avanciert.

Weiteres Beispiel gefällig? Das legendäre geometrische Design der Chopard Ice Cubes verbindet urbane Eleganz und Modernität. Die eckigen Facetten schmiegen sich wie spiegelnde Eisplatten um den Finger oder Hals. Das Gleichgewicht aus organisch gewachsenen Formen und klaren geometrischen Mustern spielt bei zahlreichen weiteren Labels wie Equiv und Geometrics eine Hauptrolle und inspiriert zu bezaubernden Preziosen.

Sonnenglanz.

Was die Farben anbelangt, darf aus dem Vollen geschöpft werden. „Rosé­gold wird nach wie vor am stärksten nachgefragte. Jedoch geht der Trend vermehrt wieder in Richtung Gelbgold. Besonders bei den jüngeren Kunden ist die Nachfrage danach sehr gestiegen. Favorisiert werden zarte Armbänder und Ohrringe. Bei Eheringen wird ebenfalls zunehmend die klassische Variante in Gelbgold gewählt“, weiß Josef Gassner, Goldschmiede Gassner Egg, und führt weiter aus: „Ich arbeite hauptsächlich mit Gold, da es ein sehr weiches Edelmetall ist und sich dadurch gut formen und verarbeiten lässt.  Außerdem kann man durch das Legieren verschiedene Farbnuancen herstellen.“ Matthias Praeg, Atelier Praeg Bregenz, kann dies nur unterstreichen: „Diese Farbe, diese Aura gibt es nur einmal in der Natur. Es ist schön zu verarbeiten und strahlt Wärme aus. Für einen Goldschmied eine klare Entscheidung.“

Stapel-Look und große Ringe.

Für den „großen Auftritt“ darf nach Herzenslust „gelayert“ werden, denn auch der Trend, mehrere Schmuckstücke übereinander zu tragen und wild miteinander zu kombinieren, geht munter weiter. Die beliebteste Variante des „Stapel-Looks“ ist die mit Halsketten, beispielsweise filigrane Vertreter in unterschiedlichen Längen und Gliederformen, garniert mit geometrischen Anhängern. Bei Armbändern und Ringen funktioniert das Ganze ebenfalls wunderbar. Und was gibt es auf die Ohren? Wie wäre es mit Creolen, denn die runden Schönheiten feiern derzeit ihr großes Comeback: Während in den 90er-Jahren besonders Modelle in Übergröße angesagt waren, zeigen sich die Hingucker-Accessoires jetzt extrem glamourös und auffallend. Besonders beliebt sind goldene Creolen mit Diamanten besetzt, in gedrehter Form oder mit Oberflächen, die organischen Texturen wie Bambus nachempfunden sind. Little Panda hätte sie zum Fressen gerne.

Akzente setzen.

Alle, die das Außergewöhnliche lieben, sollten sich hängende Chandelier-Ohrringe mit großen farbigen Schmucksteinen zulegen. Generell sind bunte Edelsteine der Lichtblick in der Tristesse kalter Wintertage. Derzeit sind sie absolut hip und sorgen an Ohren und um den Hals für gute Laune – das unterstreicht auch der Goldschmied aus Egg: „Mein besonderes Lieblingsstück ist ein handgefertigtes Collier aus Roségold mit grünen Turmalinen. Ich finde, so ein Eyecatcher kann wieder Farbe in den grauen Corona-Alltag zaubern.“

Wobei wir auch schon beim Thema wären, denn der Trend zum prächtigen schmucken Statement ist eine Reaktion auf die aktuellen Umstände. Soll heißen: Pandemiebedingt verlagern sich Freizeit und Arbeit wieder verstärkt in die eigenen vier Wände und da will „frau“ schließlich in Zeiten von Homeoffice und Videokon­ferenzen auch schick sein, einen professionellen Eindruck vermitteln und schmucktechnisch prachtvolle Akzente setzen.

Das perfekte „Jewelry-shoulder-up-Dressing“ die von den Schultern aufwärts platzierten Preziosen für das Zoom-Meeting – sollte farbenfroh und auffallend sein, damit die Gesprächspartner auf der anderen Seite des Bildschirms die edle Zier auch erkennen können. Statt zarten kleinen Steckern liegt der Fokus auf farbigen Chandeliers, groben Ketten und üppig besetzten Creolen. So setzt die Frau von heute auf engem Raum mit buntem und glamourösem Schmuck effektive Akzente – der technologische Fortschritt quasi als Erweiterung des eigenen Selbst.

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