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Goldenes Ehrenzeichen für Pater Neuner

Für sein Lebenswerk erhielt der Jesuitenpater und emeritierte Universitätsprofessor Josef Neuner das Goldene Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg.

Landeshauptmann Herbert Sausgruber überreichte dem gebürtigen Vorarlberger die höchste Landesauszeichnung im Rahmen eines Festaktes heute, Donnerstag, im Landhaus in Bregenz.

Josef Neuner (Jahrgang 1908) wuchs in Feldkirch auf. 1938 wurde er als Dozent für Theologie nach Pune in Indien geschickt. Nach Studien in Rom kehrte er 1950 als Universitätsprofessor für Fundamentaltheologie nach Pune zurück und entwickelte dort ein theologisches Studienprogramm zur Ausbildung von Diözesanpriestern und Angehörigen religiöser Institutionen. Daraus ist die Theologische Fakultät der Päpstlichen Hochschule entstanden, an deren Gründung und Aufbau Josef Neuner einen wesentlichen Anteil hatte. Alle indischen Bischöfe haben seither ihre theologische Ausbildung durch Josef Neuner erhalten. Von dieser Hochschule sind immer wieder indische Studenten zu Vertiefungsstudien nach Innsbruck gekommen.

Standardwerk, zahlreiche Publikationen

Josef Neuner ist jener herausragende Theologe, der zusammen mit Heinrich Roos das weltweite Standardwerk der Theologie mit dem Titel “Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung” herausgegeben hat, informierte Landeshauptmann Sausgruber. Auch die Anzahl seiner Publikationen ist beeindruckend: Bis 1998 hat Pater Neuner nicht weniger als 274 Schriften zur Theologie und Priesterausbildung, zur Begleitung von Schwesterngemeinschaften, zu Exerzitien und zahlreichen apostolischen Werken herausgegeben.

Neuner war auch beim 2. Vatikanischen Konzil von 1962 bis 1965 Konzilstheologe und dort unter anderem Berater von Kardinal Franz König. “Josef Neuners großes Anliegen war es immer, Theologie als Verständigung zwischen Kulturen aufzugreifen und darzustellen, friedenssichernd zu wirken und Brücken zur Welt des Ostens zu bauen”, würdigte Landeshauptmann Sausgruber den neuen Träger des Goldenen Ehrenzeichens.

“Obwohl er fast sieben Jahrzehnte fern seiner Heimat gelebt hat, ist Pater Neuner im Herzen immer ein Vorarlberger geblieben. Seine regen Kontakte zu Verwandten und Freunden sind niemals abgerissen. Und immer, wenn es die Zeit zugelassen hat, ist er auf Besuch nach Vorarlberg gekommen”, führte der Landeshauptmann an.

An dem Festakt nahmen zahlreiche Vertreter des kirchlichen und öffentlichen Lebens teil, so auch der designierte Bischof Elmar Fischer, Abt Kassian Lauterer, Pater Georg Sporschill, die beiden Altlandeshauptleute Herbert Keßler und Martin Purtscher und Gemeindeverbandspräsident Wilfried Berchtold. Der Dekan der theologischen Fakultät der Universität Innsbruck, Univ-Prof. Józef Niewiadomski, ging in seiner Ansprache auf die Bedeutung des Theologen Josef Neuner für die Weltkirche ein.

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