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Günter Wallraff diskutierte in der Salzburger AK

Salzburg - Günter Wallraff, legendärer Undercover-Journalist und Verfasser kritischer Sozialreportagen, war zu Gast in der Salzburger Arbeiterkammer. Biografie Günter Wallraff

AK-Präsident Siegfried Pichler zur Begrüßung: “Ihn einmal zu treffen, hätte ich mir nie
zu träumen gewagt. Günter Wallraff, der sein Leben schonungslos mit Mut und
Kompetenz dem Kampf gegen Ungerechtigkeit unterstellt hat, ist uns
Gewerkschaftern ein großes Vorbild!”

Die Lesung und Podiumsdiskussion am Mittwochabend im Tagungs- und Seminarhotel
Josef Brunauer war der spannende Auftakt zur heutigen gesundheitspolitischen
AK-Tagung rund um das Thema krankmachende Arbeitswelt. Schon bei der Diskussion war man sich einig: Die Arbeitnehmer werden heute immer
häufiger vor allem psychisch krank – auf Grund von Tempo und Druck, aber
auch wegen des gesellschaftlich verankerten Leistungsgedanken von klein auf.

An der gesellschaftlichen Gesundheitsdebatte kritisierte Günter Wallraff:
“Wir dürfen nicht einfach so an den Einzelnen appellieren, sich um seine
Gesunderhaltung zu kümmern. Da wird politische und arbeitgeberische
Verantwortung abgeschoben. In Wirklichkeit ist das ganze System krank! Wir
haben keine momentane Wirtschaftskrise – das System ist krank und so nicht
mehr haltbar. Wir sind verloren, wenn sich das nicht ändert. Und verloren
gegangen ist das Wort Solidarität, wir müssen es wieder finden. Für eine
neue Gesellschaft müssen sozial verantwortliche Personen in Politik und
Wirtschaft gefunden werden!”

Die Krise sei auch eine Chance: “Wir kämpfen!”, ergänzte AK-Präsident Pichler.
Günter Wallraff stimmte ihm zu: “Derzeit überwiegen zwar die negativen
Kräfte ganz klar und kleinste Anstöße können etwas bewirken – aber auch im
Positiven. Die Menschen müssen sich ihrer Macht als Konsumenten und
Arbeitnehmer bewusst werden. Man kann durch Druck auch etwas erreichen!”

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