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Globale Erwärmung

Die Eisgrenze am Nordpol hat sich nach Angaben des Bremerhavener Alfred-Wegener-Institutes überraschend weit nach Norden zurückgezogen.

Das Schiff war am Dienstag von einer viermonatigen Reise in die Arktis nach Bremerhaven zurückgekehrt. Die Vermutung, dass diese Situation von der globalen Erwärmung herrühre, liege nahe, sagte der wissenschaftliche Fahrtleiter Wilfried Jokat. Es könne sich aber auch um eine natürliche Schwankung in der Eisbedeckung handeln.

Der Rückzug der Eisgrenze erschwerte den Angaben zufolge auch die Expedition der Polarstern, die unter anderem Lebewesen im Eis und in der Tiefsee untersuchen sollte. Die Forscher mussten nach Angaben des Instituts lange nach geeignet grossen und stabilen Eisschollen suchen, um sich dort sicher aufhalten und ihre Geräte aufbauen zu können. Genaue Daten zum Rückzug der arktischen Eisgrenze ergab die Expedition aber nicht.

Ebenso überraschend wie die Eissituation war es für die rund 100 Wissenschafter an Bord, dass aus der Arktis wieder in grösserem Umfang kaltes Wasser in Tiefenströmen Richtung Süden fliesst. Zugleich halte aber der Zustrom warmen Atlantik-Wassers Richtung Arktis an, hiess es. Warum der kalte Strom zurzeit wesentlich stärker fliesst als in den vergangenen zehn Jahren, wollen die AWI- Wissenschafter nun in den Untersuchungen der Schwankungen im Arktis- Klima feststellen.

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