Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Gitarrenlehrer als Geldfälscher

Der Traum vom großen Geld zerplatzte wie eine Seifenblase. Vier Stück falsche Zweihunderter hätte der 43-jährige Feldkircher weitergeben sollen. Stattdessen erhielt er zwölf Monate, drei davon unbedingt.

Der Türkischstämmige lebt schon viele Jahre in Vorarlberg. Er war sogar neun Jahre mit einer Österreicherin verheiratet. Dennoch spricht er nur sehr schlecht deutsch.

„Nix verstehen“

Allerdings nicht ganz so schlecht, wie er Richter Peter Mück im Gerichtssaal weiszumachen versuchte. Dieses Täuschungsmanöver kommt in der Urteilsbegründung deutlich zur Sprache.

Von einem Freund hatte der Feldkircher vier Stück gefälschte 200-Euro-Noten erhalten. Der Gitarrenlehrer spielte im Gasthaus seines Kollegen öfters für Gäste auf, da überreichte ihm sein mittlerweile ebenfalls verurteilter Kumpel die Blüten. Gedruckt wurden die Scheine vermutlich im Osten, Immerhin reisten alle Verdächtigen regelmäßig nach Bulgarien, die Rede war dabei immer von Falschgeld.

Musternoten

„Wir planten Falschgeldgeschäfte im großen Rahmen. Dafür brauchten wir Musternoten“, gab der Angeklagte vor der Kripo zu Protokoll. 40 Euro hätte der falsche 200 er im Einkauf gekostet, für 80 Euro hätte er ihn an einen Mittelsmann in München weitergeben sollen.

Missverständnis

„Das war alles ein Missverständnis, weil ich so schlecht deutsch spreche“, lässt der Mann seine revidierte Aussage vom Dolmetscher übersetzen. Er mache nur Musik, sonst gar nichts fährt der Südländer fort. „Warum zeigen dann alle Leute gerade Ihnen Falschgeld, wenn Sie nur Musik machen?“, erwidert der Richter zynisch.

Die Aussagen des Angeklagten zwingen Mück, die Kripobeamten zu laden. Dabei stellt sich heraus, dass die Aussagen keineswegs anzuzweifeln sind und der 43-Jährige sich damals ganz eindeutig zur Geldfälschung bekannt hatte.

Aufgeflogen

Auf die Schliche ist man den Geldfälschern dadurch gekommen, dass einer der Ganoven an einer Tankstelle versuchte, einen der gelben Scheine loszuwerden. Da flog der Schwindel auf. Im Zuge der Einvernahmen führte die Spur auch zum Gitarrenlehrer.

Zwölf Monate Haft, drei davon unbedingt, lautete das Urteil. Für Verteidiger Nicolas Stieger ein zufrieden stellendes Urteil, denn die drei Monate hat sein Mandant bereits in U-Haft abgesessen. Auch Staatsanwalt Walter Kohler war zufrieden, somit ist der Spruch rechtskräftig.

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Gitarrenlehrer als Geldfälscher
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.