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Giftanschlag auf Bodensee-Wasserversorgung

Der für die Wasserversorgung zuständige Landesrat Egger schließt einen Giftanschlag wie auf die deutsche Bodensee-Trinkwasserversorgung für Vorarlberg nach menschlichem Ermessen aus.  Chronologie | Die Grünen

Ein Landwirt aus dem Raum Ravensburg steht unter Verdacht, die beiden Kanister mit dem Unkrautvernichtungsmittel Atrazin im Bodensee versenkt zu haben. Sein Hof wurde am Montag von 40 Beamten durchsucht.

„Sämtliche Behälter für die Trinkwassergewinnung in Vorarlberg sind alarmgesichert“, erklärte Egger gegenüber der APA, „sie werden regelmäßig durch die regionalen Wassermeister überprüft, außerdem werden den Trinkwasserbehältern regelmäßig Proben zur Überprüfung entnommen.“ Der gravierende Unterschied zu Deutschland sei aber, dass Vorarlberg kein Trinkwasser aus dem Bodensee bezieht und auch keine Oberflächengewinnung angewandt werde. Sämtliche Trinkwasserfassungen wären nicht so ohne weiteres für Unbefugte zugänglich: Die Gemeinden würden ihr Trinkwasser ausschließlich aus Quell- bzw. Grundwasserfassungen ins Leitungsnetz einspeisen.

Bei Überlingen hatte der mutmaßliche Täter, wie am Sonntagabend bekannt wurde, vor etwa vier Wochen zwei geöffnete Fünf-Liter-Kanister mit dem Pflanzenschutzmittel Atrazin in der Trinkwasserfassung in rund 60 Meter Tiefe des Bodensees versenkt. In einem Drohbrief hatte er dazu Angaben gemacht und weitere Anschläge angekündigt. Nachdem mit Tauchern und Unterwasserkameras der Grund des Bodensees abgesucht wurde, konnten die beiden Kanister vergangenen Mittwoch entdeckt werden. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe auf Grund der geringen Konzentration zu keinem Zeitpunkt bestanden, so die zuständigen deutschen Behörden.

Laut Staatsanwalt geriet der verdächtige Landwirt ins Visier der Ermittler, weil er schon früher mit ähnlichen Anschlägen gedroht hatte. „Wir haben bei so was ein langes Gedächtnis“, sagte der Sprecher der Konstanzer Staatsanwaltschaft, Jens Gruhl. Ob der Landwirt festgenommen werde, hänge von der Auswertung Hausdurchsuchung ab.

Der Bodensee zählt zu einem der wichtigsten Trinkwasserreservoirs in Süddeutschland. So werden in Baden-Württemberg 320 Städte und Gemeinden mit etwa vier Millionen Einwohnern aus dem Bodensee versorgt. Um die jährlich etwa 135 Millionen Kubikmeter Trinkwasser zu verteilen, betreibt der Zweckverband BWV ein Leitungsnetz von mehr als 1.700 Kilometer Länge.


Drohbrief eingetroffen

Ein Drohbrief war beim Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung am 18. Oktober eingegangen. Bei Analysen des Wassers wurde eine Verunreinigung mit dem Pflanzenschutzmittel Atrazin sowie weiteren giftigen Substanzen festgestellt.

Die Mengen hätten jedoch unterhalb der zulässigen Grenzwerte der Trinkwasserverordnung gelegen, hielten die Behörden fest. Die Grenzwerte betragen für Pestizide 0,1 Millionstel Gramm pro Liter.

Seit Montagmorgen ist in Baden-Württemberg eine Hotline freigeschaltet worden. Wie eine Sprecherin sagte, trafen zahlreiche Anrufen ein, in denen sich Bürgerinnen und Bürger nach den gesundheitlichen Risiken erkundigten. Insbesondere sorgten sie sich, ob das Wassers für Säuglinge und Kleinkinder geniessbar sei.

Vorarlberger Behörden informiert

Die Vorarlberger Behörden waren bereits Anfang November über den eingetroffenen Drohbrief informiert worden, wie die Landesregierung am Montag mitteilte. Sofort angeordnete Schnellanalysen wie auch aufwändigere Tests seien aber alle negativ ausgegangen.

Derzeit besteht laut Landesrat Erich Schwärzler keine Gefahr in Vorarlberg. Sowohl Untersuchungen mit Leuchtbakterien als Erstmassnahme wie auch chemische Untersuchungen von Wasserproben hätten keine erhöhten Werte angezeigt, sagte Dieter Buhmann, Leiter des Umweltinstituts.

Das Umweltinstitut in Bregenz wird auch weiterhin laufend Wasserproben entnehmen.

“Wasser auf Vorarlbergs Seite nicht bedroht”

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