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Endgültiges Aus für Lauda-Basis in Wien

300 Jobs gehen bei Lauda in Wien verloren
300 Jobs gehen bei Lauda in Wien verloren ©APA (Archiv)
Dem Sparprogramm von Ryanair ist nun die Wiener Lauda-Basis zum Opfer gefallen. Laudamotion schiebt allein der Gewerkschaft die Schuld zu, die sich einem neuen Kollektivvertrag für das Bordpersonal verweigert habe. Die 300 Betroffenen wurden beim AMS von der Kurzarbeit abgemeldet und zur Kündigung angemeldet. Gekündigt werden laut "Standard" zudem noch 70 Mitarbeiter aus dem Hauptquartier.

An der Endgültigkeit der Entscheidung ließen die beiden Laudamotion-Chefs David O'Brien und Andreas Gruber am Freitag im APA-Gespräch keinen Zweifel. Darüber wird nicht mehr verhandelt. Es habe sich nie um taktische Spiele gehandelt, betonte O'Brien. Inszenierungen und mit den Ängsten der Mitarbeiter zu spielen hatte aber gerade die Gewerkschaft der Ryanair vorgeworfen. Löhnen, die unter der Mindestsicherung gelegen wären, hätte die Arbeitnehmervertretung gar nicht zustimmen können, erklärte die Gewerkschaft ihren Widerstand gegen den neuen KV. Laudamotion hielt dagegen, dass es der Gewerkschaft offenbar nie um einen Abschluss gegangen sei, es habe zahlreiche Gesprächsangebote gegeben, die nicht wahrgenommen worden seien.

Dass nur der deutschen Lufthansa zur Rettung der AUA (Austrian Airlines) in Österreich der rote Teppich ausgerollt werde, missfällt der Laudamotion-Geschäftsführung ebenfalls. Mit der staatlichen COFAG habe es einen Kontakt gegeben, der aber nicht weiter verfolgt worden sei. Und zum Luftfahrtgipfel vorige Woche sei die zur irischen Ryanair gehörende Laudamotion als zweitgrößte Airline in Österreich nicht einmal eingeladen gewesen.

In den kommenden Tagen wird Ryanair - die Wien künftig von anderen europäischen Städten aus anfliegen wird - ein neues Flugprogramm für die Wien-Strecken fixieren, sagten die Laudamotion-Geschäftsführer. Ryanair wird den wegen der Corona-Pandemie eingestellten Flugverkehr ab 1. Juli wieder aufnehmen, auch den Verkehr nach Wien.

Der Österreich-Ableger Laudamotion hatte vor Corona für den heurigen Sommer mehr als 80 Routen ab Wien vorgehabt. Nun werden es via Ryanair deutlich weniger sein - voraussichtlich weniger als die Hälfte des Ursprungsprogramms. Ob im Zuge dessen weitere Mitarbeiter in Österreich abgebaut werden, werde man sich natürlich auch anschauen, hieß es auf Anfrage. Alle Teile des Geschäfts stünden unter Beobachtung, sagte O'Brien. Nichts sei sicher. Das gelte in der aktuellen Krise für zahlreiche Unternehmen der Branche.

Insgesamt beschäftigt Laudamotion zur Zeit rund 1.000 Leute. 300 davon sind die Piloten und Kabinenbeschäftigten der Basis Wien, die nun gekündigt werden. Im Hauptquartier sind 70 Leute beschäftigt. Etwa 300 Mitarbeiter sind über die österreichische Zweigniederlassung der Leiharbeitsfirma Crewlink Ireland im Dienst. Nach der Beendigung der Kurzarbeit gibt es für die betroffenen 300 Bordmitarbeiter der Basis Wien noch einen Kündigungsschutz bis Ende Juni, dann beginnen die Kündigungsfristen zu laufen.

Die Wiener Airbus-Basis war die mit Abstand größte Basis von Laudamotion, die nun Ende Mai wegfällt. Daneben gibt es die Stützpunkte in Stuttgart, Düsseldorf, Palma und Zadar, wobei die Schließung der Sommerbase Zadar heuer im März fixiert wurde.

21 der aktuell 26 Maschinen umfassenden Flotte stehen derzeit in Wien geparkt. Die in Wien stationierten Flugzeuge (Airbusse) werden in den nächsten Tagen ausgeflogen, zu anderen Laudamotion-Stützpunkten, sagten die Airlinechefs. Die Wien-Strecken werden künftig aus anderen Stützpunkten heraus beflogen. Die Slots (Start- und Landerechte) von Lauda hat Ryanair bereits vor einigen Monaten übernommen.

Die Flugbuchungen werden mit Boeing 737 von Ryanair, Malta Air oder Buzz durchgeführt, schrieb die Plattform Aviation Net. Ob auch Laudamotion künftig von den Basen Palma de Mallorca oder Stuttgart aus weiterhin mit Airbus A320 nach Wien fliegen wird, wollte O'Brien nicht direkt beantworten, dies sei möglich und wenn es aus Sicht der Flugplanung der Ryanair Group Sinn macht, werde man das auch tun. Ob weiterhin die OE-Flugnummern von Lauda zur Anwendung kommen oder ob auf FR (Ryanair), AL (Malta Air) oder RR (Buzz) umgestellt wird, nannte O'Brien gegenüber der Plattform "Detailfragen, die in den nächsten Tagen geklärt werden". Explizit angesprochen auf Beirut bestätigte er aber, dass aus streckenrechtlichen Gründen möglicherweise die OE-Flugnummern bleiben, jedoch Maschinen einer Konzernschwester in Form eines Wetlease-Auftrags fliegen könnten.

(APA)

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