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Gewerbe und Handwerk positiv gestimmt

Vorarlberger Gewerbe und Handwerk beurteilen die Geschäftslage positiv. Das geht aus der aktuellen Konjunkturerhebung der KMU Forschung Austria hervor, gab Heinrich Hajek am Montag bekannt.

An der Umfrage beteiligten sich in Vorarlberg rund 340 Betriebe mit insgesamt etwa 5.740 Beschäftigten.

„In den investitionsgüternahen Branchen ist der Auftragsbestand leicht gestiegen. Im konsumnahen Bereich liegt die Umsatzentwicklung zwar immer noch im negativen Bereich, hat sich jedoch gegenüber dem Vorjahr verbessert“, kommentierte Hajek, Spartenobmann von Gewerbe und Handwerk bei der Vorarlberger Wirtschaftskammer, die aktuelle Konjunkturerhebung. Neben leicht gestiegenem Auftragsbestand von 12,1 Wochen im Jahr 2003 auf nun 12,4 Wochen in den investitionsgüternahen Gewerbe- und Handwerksbranchen zeige auch das Stimmungsbarometer nach oben, so Hajek. Während 28 Prozent (Vorjahresquartal: 25 Prozent) der befragten Unternehmer die gegenwärtige Geschäftslage als „gut“ charakterisierten, bezeichneten sie nur 17 Prozent (15 Prozent) als „schlecht“. Als Grund für den leicht gestiegenen Auftragsbestand führte Hajek für das dritte Quartal 2004 Aufträge von Privaten an.

Laut Hajek hat sich die Umsatzentwicklung im konsumnahen Bereich gegenüber dem Vorjahr zwar verbessert, der Saldo aus Betrieben mit mit Umsatzsteigerungen bzw. -rückgängen liege im dritten Quartal 2004 aber immer noch bei -12,2 Prozent (-15,7 Prozent). Das Plus von 3,5 Prozent bleibe unter dem Österreich-Durchschnitt, so Hajek.

Optimismus herrscht bei den Unternehmen für das vierte Quartal 2004. Die größte Zuversicht strahlt laut Hajek dabei der Sektor Metall/Elektro aus, wo per Saldo 24 Prozent der Firmen mit Umsatzsteigerungen rechnen. In den konsumnahen Branchen erwarten sich acht Prozent der Betriebe Umsatzsteigerungen, in den investitionsgüternahen Branchen sind es sechs Prozent, im Baugewerbe zwei Prozent der Betriebe Umsatzsteigerungen. Lediglich die Sparte Nahrung/Genussmittel befürchtet Einbußen.

81 Prozent der Vorarlberger Gewerbe- und Handwerksbetriebe gehen für das vierte Quartal von einem gleich bleibenden Mitarbeiterstand aus, 14 Prozent der Betriebe planen weitere Anstellungen. Die Wohnbauförderung würdigte Hajek als „bedeutenden Impulsgeber für die Bauwirtschaft mit einem hohen Beschäftigungseffekt“. Gleichzeitig schlug er die Koppelung der Wohnbauförderung an die Vorlage von Dienstleistungsrechnungen vor, um ein Abfließen der Gelder in die Schattenwirtschaft zu verhindern.

Hinsichtlich der erfassten Lehrverträge konnte Hajek gegenüber dem Vorjahr von einem Plus von 145 auf insgesamt 2.851 (+5,3 Prozent) berichten. „Die Zuwächse sind in der Sparte Gewerbe und Handwerk mit 123 neuen Lehrverhältnisse besonders stark“, sagte Hajek. Leichte Rückgänge wiesen die Sparten Tourismus, Information und Consulting sowie Industrie auf.

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