Gewerbe: Keine gravierende Krise im vierten Quartal 2008

Schwarzach - Die Geschäftsentwicklung der Vorarlberger Gewerbe- und Handwerksbetriebe hat im vierten Quartal 2008 noch keine gravierenden Anzeichen einer Krise aufgewiesen.

Laut der aktuellen Konjunkturumfrage der KMU Forschung Austria in 417 Vorarlberger Betrieben mit rund 6.600 Beschäftigten berichteten 81 Prozent der Unternehmen von einem guten bzw. saisonüblichen Geschäftsverlauf. 76 Prozent der Firmen beabsichtigten, den Beschäftigtenstand im Jahr 2009 zu halten, zehn Prozent der Betriebe wollten zusätzliches Personal einstellen.

 

Die Stimmung sei zwar getrübt, liege aber auf dem Niveau der Jahre 2002 bis 2005, erläuterte Spartenobmann Heinz Hajek in einer Aussendung die Ergebnisse der Erhebung. Die Umsatzentwicklung verzeichnete ein Minus von 15 Prozentpunkten im Vergleich mit dem vierten Quartal 2007. Laut Hajek sind die Erwartungen der Betriebe für das erste Quartal 2009 gedämpft, dennoch hofften 75 Prozent auf eine gleichbleibende Entwicklung.

Während die Auftragsbestände um rund zehn Prozent von 11,5 auf 10,4 Wochen zurückgingen, legten die öffentlichen Aufträge um 28 Prozent zu. “Gerade jetzt sind Gemeinden, Land und Bund gefordert, Bauvorhaben vorzuziehen um die Wirtschaft anzukurbeln”, betonte Hajek. Von Auftragsrückgängen seien die Autozulieferer sowie das Bau- und Baunebengewerbe besonders betroffen.

Große Probleme bereitet den Unternehmen den Angaben von Hajek zufolge die Margenerhöhung der Banken bei der Kreditvergabe. Darüber hinaus sei es für Unternehmen mit stagnierenden Umsatzzahlen oft schwierig, eine Stärkung der Betriebsmittel zu erlangen, wenn man keine gewinnbringenden Projekte vorweisen könne. “Es bleibt zu hoffen, dass die geplanten Konjunkturförderungsprogramme auch Wirkung zeigen und positive Effekte bringen”, so Hajek.

 

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