Gesundheitsbehörden beginnen mit 3G-Kontrollen in Firmen

Mitarbeiter müssen 3G-Nachweis dabei haben
Mitarbeiter müssen 3G-Nachweis dabei haben ©APA/THEMENBILD
Die in den Bezirkshauptmannschaften angesiedelten Gesundheitsbehörden beginnen wenige Tage nach Inkrafttreten mit den Kontrollen von 3G am Arbeitsplatz. In Tirol gab es bereits am Allerseelentag Kontrollen, wie es am Dienstag auf APA-Nachfrage hieß. In der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten und im steirischen Bezirk Liezen, er ist flächenmäßig der größte Bezirk Österreichs, starten die Kontrollen der 3G-Regel am Arbeitsplatz im Laufe dieser Woche.

Ähnlich dürfte es auch in den anderen Bezirken der Steiermark sein. Mit den Kontrollen sei man "schon geübt", denn seit Mitte September gilt die 3G-Regel bei allen Stellen des Landes Steiermark. Deswegen wurden alle Landesdienststellen bisher schon unter die Lupe genommen. Weiters gab es auch die Kontrollen in der Gastronomie. Dort werde man nun neben den Gästen eben auch das Personal kontrollieren, hieß es.

Besonders das Gastgewebe könnte mit den zahlreichen Gastarbeitern aus dem Ausland und in der bevorstehenden Wintersaison interessant werden. Zudem gibt es im Bezirk Liezen ein paar Brennpunkte, wo vermehrte Kontrollen stattfinden könnten - beispielsweise im Ausseerland. Problematisch sei allerdings, dass das Personal in den Bezirkshauptmannschaften "am Limit" sei.

Ebenfalls noch in dieser Woche wird es wohl in der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten ernst. "Stichprobenartige Kontrollen werden in Absprache mit der Polizei - wie in der Gastro - in den nächsten Tagen aufgenommen", hieß es auf Anfrage von einem Rathaus-Sprecher. In Wiener Neustadt, der zweitgrößten Stadt im Bundesland, will man die 14-tägige Übergangsfrist abwarten und die Rechtsgrundlage für 3G am Arbeitsplatz noch genauer prüfen. "Wenn Kontrollen nach der Verordnung durchzuführen sind, dann analog zu den Gastro-Kontrollen stichprobenartig", kündigte ein Sprecher an.

In Tirol haben einige Dienststellen in der Landesverwaltung bzw. an den Bezirkshauptmannschaften bereits am Dienstag mit entsprechenden Kontrollen begonnen, hieß es von Seiten des Landes auf APA-Anfrage.

In Oberösterreich gibt man sich noch nicht so streng, was die 3G-Kontrollen am Arbeitsplatz betrifft. In der Zeit der Übergangsregelung bis 14. November haben die Bezirksverwaltungsbehörden der Polizei keinen Auftrag erteilt, die Einhaltung zu überprüfen, teilte der Krisenstab des Landes mit.

Im Bezirk Feldkirch im Vorarlberger Oberland hat es am Dienstag noch keine Kontrollen gegeben, wie Bezirkshauptmann Herbert Burtscher auf Anfrage der APA mitteilte. Bei den für die nächste Zeit geplanten Kontrollen werde man besonderes Augenmerk auf Betriebe oder auch Branchen legen, die durch das Infektionsgeschehen auffallen. Beschwerden von Mitarbeitern könnten ebenfalls Anlass für Überprüfungen sein, so Burtscher. Grundsätzlich sehe er es als Verantwortung jedes Unternehmers, sich in eigenem Interesse um die Einhaltung der 3G-Regel zu kümmern.

In der burgenländischen Landeshauptstadt Eisenstadt wird die Einhaltung der 3G-Regel am Arbeitsplatz derzeit ebenfalls noch nicht kontrolliert. Es sei erst der zweite Tag. Bis sich die Betriebe auf die neue Regelung eingespielt haben, werde es noch dauern, hieß es am Dienstag auf APA-Anfrage aus dem Rathaus. Bis 14. November gebe es ohnehin eine Übergangsregelung, wonach Personen ohne 3G-Nachweis mit FFP2-Maske arbeiten dürfen. Auch die Bezirkshauptmannschaft Jennersdorf kontrolliert noch nicht, man warte auf weitere Anweisungen seitens der Bundesregierung. Am heutigen Allerseelen-Tag herrsche außerdem nur eingeschränkter Betrieb, hieß es aus mehreren Bezirkshauptmannschaften des Burgenlands.

In Kärnten gab es vorerst keine Information, in welchem Ausmaß Kontrollen erfolgen. Gerd Kurath vom Landespressedienst verwies am Dienstagnachmittag auf APA-Anfrage auf ein Koordinationsgespräch, das für 17.00 Uhr anberaumt war. Daran werden die Verantwortlichen der Gesundheitsbehörden sowie Vertreter der Polizei teilnehmen - Themen werden allgemein die 3G-Kontrollen und ganz besonders auch 3G am Arbeitsplatz sein.

Ein Sprecher des Landes Salzburg sagte heute zur APA, dass die Bezirkshauptmannschaften die Einhaltung der 3G-Regeln am Arbeitsplatz maximal strichprobenartig kontrollieren werden. "Wir vertrauen darauf, dass die Arbeitgeber ein großes Interesse daran haben, ihren Betrieb am Laufen zu halten. Sie haben nichts davon, sich infizierte Mitarbeiter ins Unternehmen zu holen."

Die 3G-Regel im Arbeitsplatz gilt seit 1. November. Die Verordnung des Gesundheitsministeriums sieht vor, dass Arbeitnehmer am Arbeitsplatz einen 3G-Nachweis (Geimpft, Genesen, Getestet) mit sich führen müssen. Bis einschließlich dem 14. November können Mitarbeiter statt des 3G-Nachweises auch durchgehend eine FFP2-Maske tragen. Die Arbeitgeber sollen dies stichprobenartig kontrollieren. Ob Arbeitgeber und Arbeitnehmer die 3G-Regelung einhalten, überwachen die Gesundheitsbehörden in den Bezirken bzw. in Wien der Magistrat. Wird die Regelung nicht eingehalten, drohen Unternehmen Strafen bis zu 3.600 Euro und Mitarbeitern bis zu 500 Euro.

(APA)

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