Gerne älter werden in Feldkirch

Die Expertenrunde im Gespräch zum Thema.
Die Expertenrunde im Gespräch zum Thema. ©Stadt Feldkirch
Ein Weichenstellen für die Zukunft.    Projektgruppe „Gerne älter werden in Feldkirch“ hat getagt.

 

(VN-Heimat) Feldkirch. Welche Rahmenbedingungen werden benötigt, damit die Menschen auch künftig gerne in Feldkirch älter werden? Was wird sich in Zukunft verändern, welche Bedürfnisse müssen abgedeckt und welche Pflegemaßnahmen angeboten werden? Wie wandelt sich der Familienverbund? Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigt sich die Projektgruppe „Gerne älter werden in Feldkirch“.

Zum zweiten Mal trafen sich vor Kurzem circa 30 Experten aus dem Pflege-, Gesundheits- und Sozialbereich, um darüber zu diskutieren, welche Weichen in Feldkirch gestellt werden müssen, um sich für die künftigen Herausforderungen in den Bereichen Altern und Pflegen zu rüsten. Im Mittelpunkt des Projektes steht eine ganzheitliche Betrachtungsweise, die bereits beim Übergang vom Berufsleben in die Pension ansetzt, die Pflege zuhause zum Thema hat sowie die ambulanten, teilstationären und stationären Pflegemöglichkeiten beinhaltet.

 

Experten im Gespräch

Kulturamtsleiter Harald F. Petermichl bat im Zuge der Veranstaltungen Uschi Österle, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft MOHI, Martin Hebenstreit, Geschäftsführer connexia, sowie Markus Rusch, Sozialplaner und Leiter des Bürgerservice in Lustenau, zum Gespräch. Österle sieht im Fortschritt der Medizin bis 2030 neue Chancen bei der Behandlung von Krankheiten, machte aber darauf aufmerksam, dass die kommende Generation andere Ansprüche an Pflege und Betreuung stelle. Hebenstreit empfand es als wichtig, zwar Planungsprozesse anzugehen, doch dabei nicht das „Jetzt“ aus den Augen zu verlieren. Auf die Balance zwischen langfristigem Denken und der aktuellen Situation müsse geachtet werden. Jeder Mensch sei Experte seines Lebens, der in manchen Fällen Unterstützung benötige, die zielgerecht ankommen müsse. Weitere Themen waren die Präventionsarbeit, damit viele Pflegesituationen bereits im Vorfeld abgefedert werden können, sowie die Offenheit der künftig älteren Generation, neue Wohnformen annehmen zu können.

Bei der Frage an die Runde nach den drei Wünschen herrschte Einigkeit: Die Individualität jedes Menschen muss gesehen werden und professionelle Dienste, die Lösungen auf Augenhöhe anbieten, sind essenziell. Ebenso müssen die Menschen das Thema Pflege als gemeinsame Herausforderung der Gesellschaft sehen. Und: Die Menschen müssen ernst genommen werden, da in der schnelllebigen Zeit viele mit den Entwicklungen nicht mehr Schritt halten könnten. Zusammengefasst: Die Projektgruppe steht vor einigen Herausforderungen, die es gemeinsam zu bewältigen gilt.

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