AA

Gerichtsbedienstete sollen Testamente manipuliert haben

Bregenz, Dornbirn - Zwei Mitarbeiter des Bezirksgerichts Dornbirn und eine dritte Person sollen über Jahre hinweg Testamente gefälscht haben, um sich und andere Personen zu bereichern.

Die verdächtigen Männer seien Anfang der Woche verhaftet worden, am Freitag wurde Untersuchungshaft über sie verhängt, teilte Franz Pflanzner von der Feldkircher Staatsanwaltschaft mit.

Die beiden Justizmitarbeiter sollen gemeinsam mit einer außenstehenden Person über einen längeren Zeitraum hinweg in Verlassenschaftsverfahren Manipulationen durchgeführt haben. Sie fälschten Testamente und Verträge, so der Verdacht. Einer der Inhaftierten und weitere Personen sollen dabei in die Nachlässe aufgenommen worden sein. Es gehe um “schwere Betrügereien” und “größere Betrugssummen”, erklärte Pflanzner. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch und das Landeskriminalamt Vorarlberg stünden noch am Anfang ihrer Erhebungen, darum könne man zu inhaltlichen Details noch keine nähere Auskunft erteilen.

Bei Hausdurchsuchungen bei den Verdächtigen Anfang der Woche habe man zahlreiche Unterlagen sichergestellt, darunter beweiskräftiges Material. Diese müssten erst gesichtet und ausgewertet werden, so Pflanzner. Der Fall kam nach internen Hinweisen und Ermittlungen ins Rollen, hieß es.

Laut Harald Pirker, Pressesprecher des Oberlandesgerichts Innsbruck, das als Dienstbehörde zugeschaltet ist, wird derzeit in mindestens zehn Fällen ermittelt. Die Taten lägen seinen Informationen zufolge Jahre zurück, die Verdachtsmomente gegen die drei Personen hätten sich vor einiger Zeit ergeben. Sollte sich der Verdacht erhärten bzw. später eine Verurteilung erfolgen, stelle sich für das Oberlandesgericht natürlich die Frage, was mit den Dienstverhältnissen der beiden Bediensteten zu geschehen habe.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Dornbirn
  • Gerichtsbedienstete sollen Testamente manipuliert haben
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen