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Gerät Lustenauer Dialekt in Vergessenheit?

Die Marktgmeinde lädt immer wieder zu Mundartlesungen und unterstützt zahlreiche Publikationen von Dichtern und Vereine.
Die Marktgmeinde lädt immer wieder zu Mundartlesungen und unterstützt zahlreiche Publikationen von Dichtern und Vereine. ©Archiv
Gerät Lustenauer Dialekt in Vergessenheit?

Lustenau. “Ich vermute, dass unser Dialekt schon nach gar nicht so vielen Jahren von niemandem mehr so richtig gesprochen werden kann und viele junge Leute heute nicht mehr fähig sind, unsere Mundart zu lesen. Das finde ich sehr schade”, meldet sich Rudi Petnig im Bürgerforum. “Gerade bei den jungen Lustenauern müsste das Interesse für unsere Mundart geweckt werden”, Petnig weiter und verweist auf namhafte Heimatdichter wie Sieglinde Fitz, Otto und Vroni Hofer oder Herby Riedmann, die vielen gar nicht mehr bekannt sind.

“Ich nehme an, dass der Verkauf von Mundartbüchern sehr minimal sein dürfte. Oder wie wäre es mit gesprochenem Wort auf CD? Da gäbe es heute sicher noch eine Menge Lustenauer, die zu so etwas prädestiniert werden”, meint Rudi Petnig. Daraufhin nimmt auch Hubert Ortner, Obmann der Trachtengruppe Stellung: “Die Lustenauer Trachtengruppe, ist einer jener Vereine, die den Dialekt in Wort und Gesang von Hannes Grabher, einer Sieglinde Fitz-Grabher (Lustenauer Mundartmesse) auf die Bühne und damit unter die Leute bringen, und das schon 60 Jahre lang”, macht Ortner aufmerksam. Otmar Holzer ist die Mundart ebenfalls ein großes Anliegen. Er wünscht sich schon seit Jahren, dass die Kulturabteilung der Gemeinde eine Initiative setzt und einen Kurs für “Luschnouarisch reda” ausschreibt. Auch Jürgen Blaas sieht das ähnlich. “Ich finde es sehr wichtig, dass man sich um den Lustenauer Dialekt bemüht.

Ich habe hier schon große Bedenken, wenn er sich weiterhin so rasant reduziert wie die letzten zwanzig Jahre. Auch wenn die Kulturabteilung nicht mitmacht, sollte es doch auch auf Eigeninitiative irgendwie möglich sein, entsprechende Veranstaltungen ins Leben zu rufen”, so Baas. Doris Blum vom Seminarhaus “Zum Bären”, stellt daraufhin auch gleich ihre Räumlichkeiten zur Verfügung. “Am Veranstaltungsort sollte es nicht mangeln. Im Seminarhaus zum Bären ist man, wenn sich ein Referent einfindet, herzlich willkommen. Ich bin gerne zur Organisation bereit”, teilt sie sogar mit. “Leider ein allgemeines Problem”, stellt auch Yann Vandercoilden fest. “Fast alle Dialekte sind langsam am Aussterben. Hier extra Events zu veranstalten, die jüngere Generationen diese Sprache wieder etwas näherbringen, halte ich für sehr sinnvoll.”

Kulturreferent Daniel Steinhofer meint dazu: “”Man kann Sprache nicht betonieren. Es wird sich nicht verhindern lassen, dass der Lustenauer Dialekt immer mehr verwässert. Dennoch ist es auch mir ein Anliegen, diese Verwässerung möglichst zu verlangsamen. Die Marktgemeinde Lustenau leistet ihren Beitrag beispielsweise in der Unterstützung der Publikationen und Lesungen von Lustenauer Mundartdichtern und -textern und in der Unterstützung der singenden Vereine von Lustenau, aber auch etwa der Luschnouar Bühne. Gleichzeitig ist die Lustenauer Mundartdatei (gesammelt von Sieglinde Fitz-Grabher, bearbeitet und digitalisiert von Vroni Hofer) auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht (www.lustenau.at)”, so Steinhofer.

“Darüber hinaus ist aber jeder Einzelne von uns gefordert, durch eigene Verwendung der Lustenauer Mundart deren Weiterbestehen – insbesondere durch die Weitergabe an die nächste Generation – zu verlängern. Wenngleich mir jedes “na”, anstelle eines “ney” bei meinen Kindern aufzeigt, dass dies mitunter ein Kampf gegen Windmühlen sein wird”, Steinhofer abschließend.

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