Gerade in Krisenzeiten ist Bio beständig

Biologische Landwirtschaft ist von chemisch-synthetischen Dünge- und Spritzmitteln unabhängig und zukunftsweisende Naturkreislaufwirtschaft für Ernährungssicherung.

Die Auswirkungen der derzeitigen Entwicklungen im Lebensmittelbereich sind bei Bio teilweise weniger stark spürbar.

Schlagkräftige Argumente für Bio sind Kreislaufwirtschaft und flächengebundene Tierhaltung, damit weitgehend unabhängige Futtergrundlagen für die Tiere, Verzicht auf mineralische Düngemittel sowie chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel.

Mehr Autonomie ...

… bei den Betriebsmitteln und durch Vielfalt: Die biologische Landwirtschaft ist
von zugekauften chemisch-synthetischen Dünge- und Spritzmitteln unabhängig, da ihr Einsatz gesetzlich verboten ist. 

„Bei Mitgliedsbetrieben von BIO AUSTRIA kommen im Sinne der Kreislaufwirtschaft Futtermittel und organischer Dünger in erster Linie vom eigenen Hof. Etwaige notwendige Zukäufe bei Futtermittel werden nach dem ,Regional-Modell BIO AUSTRIA‘ mit heimischer Ware gedeckt. Nur im Einzelfall dürfen bei nachweislicher Nichtverfügbarkeit und erst nach Genehmigung Futtermittel aus der EU importiert werden. Das alles zusammen macht Bio weitgehend unabhängig von externen Inputs und die Bioprodukte unserer Biobäuerinnen und Biobauern wirklich regional“, erläutert Jürgen Bereuter, Biobauer und Obmann von BIO AUSTRIA Vorarlberg.

Die biologische Wirtschaftsweise ist dank der größeren Unabhängigkeit von fossilen Ressourcen sowie von Importen resilienter. Zudem werden trotz strenger Fruchtfolgevorgaben im Biobereich deutlich weniger Ackerflächen für den Futtermittelanbau genutzt, auch in Vorarlberg.

Die unterschiedlichen Kulturarten sind auf Biobetrieben außerdem deutlich diverser. Dies sind wesentliche Schritte in Richtung Ernährungs­souveränität und Lebensmittelautonomie.

Klimawandel begrenzen ...

… Biolandwirtschaft stärken: Das bedeutendste sofort zur Verfügung stehende Werkzeug, um Klimawandel zu begrenzen und Biodiversität zu schützen ist im Bereich der Landwirtschaft der biologische Anbau. Schlagkräftige Argumente für Bio sind auch in diesem Bereich Kreislaufwirtschaft, eine Balance zwischen Fläche und Tier und die Anwendung ökologischer Anbaumethoden – frei von chemischen Spritzmitteln. Bio ist in der Lage, die Ernährungssicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig zur Bewältigung der Herausforderungen „Klimakrise“ und „Rückgang der Biodiversität“ beizutragen.

„Die Biolandwirtschaft steht auch 2022 nicht still, wird weiter wachsen und ihrer bedeutenden Rolle für eine gedeihliche agrarische Zukunft gerecht werden. Wir freuen uns auf die Herausforderungen, die wir uns gestellt haben und sind voller Zuversicht und Motivation, diese Aufgaben zu erfüllen“, ergänzt Manuel Kirisits-Steinparzer, GF BIO AUSTRIA Vorarlberg.

Infos: www.bio-austria.at/bio-bauern/vorarlberg

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