Genug Kaliumjodid in Österreich vorhanden

Bregenz –  Bei Atomkatastrophen wie 1986 in Tschernobyl oder momentan in Japan, werden an die Bevölkerung, die durch radioaktives Jod gefährdet sind, Kaliumjodid verabreicht. VOL Live hat Werner Braun von der Stadtapotheke über das Medikament befragt.
Genug Kaliumjodid vorhanden

Laut Werner Braun besteht derzeit in Österreich keine Gefahr, da die Atomkraftwerke in Japan zu weit entfernt sind. Das Jod, das dort mit anderen Stoffen freigesetzt wird, hat eine Halbwertszeit von ungefähr acht Tagen. „Eine radioaktive Wolke die dort freigesetzt wird und vielleicht nach Österreich kommen könnte, wäre sicher wesentlich länger unterwegs. Deswegen besteht keine Gefahr und es ist nicht vorgesehen, die Jodtabletten jetzt schon zu verteilen“, sagt der Apotheker im VOL Live Interview.

 

Genug Kaliumjodid auf Lager

Laut ihm und dem Bundesministerium für Gesundheit wäre für Ernstfälle genug Kaliumjodid vorhanden.  Österreich hat zum Schutz 6 Millionen Packungen zu jeweils zehn Tabletten Kaliumjodid in allen Apotheken, ärztlichen Hausapotheken und Krankenanstalten gelagert. Zusätzlich wird in allen Schulen, Kindergärten und Kinderbetreuungseinrichtungen die erste Tagesdosis Kaliumjodid für jedes Kind bereitgehalten. Ferner gibt es eine Bundesreserve.

 

Schutz der Schilddrüse

Mit diesem Medikament kann die Schilddrüse vor dem Jod geschützt werden. „Vor den anderen Stoffen Cäsium, Strontium und Plutonium, die ebenfalls freigesetzt werden, kann man sich nicht schützen“, so Werner Braun. Der Apotheker bringt im Interview selber seine Abneigung gegen Kernkraftwerke zum Ausdruck und ist für die Abschaltung der Reaktoren.

 

Interview mit Apotheker Werner Braun von der Stadtapotheke Bregenz

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