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"Gemeinsam gegen die unkontrollierte Gier"

Dornbirn - Das kommende Jahr wird für uns Menschen eine Herausforderung werden, gemeinsam gegen übersteigerten Egoismus und unkontrollierte Gier anzutreten und die Not der Anderen sehen zu lernen. Video im Bericht

Beim VOL Live-Besuch bei Josef Schwab, Pfarrer und Seelsorger der Gemeinde St. Martin in Dornbirn stellte sich heraus, dass die gegenwärtige Krisenzeit eine große Chance für den Menschen bedeutet. Die Herausforderung liegt im Zusammenhalt und der gemeinsamen Suche nach Problemlösungen. „Der Trend hin zu mehr Solidarität ist bereits spürbar”, so Pfarrer Schwab.

Wohlstand am Höhepunkt

Der Wohlstand hat seinen Höhepunkt erreicht. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass diese Form des Wohlstandes nicht für immer so weiter gehen wird”, ist Schwab überzeugt. Die einseitige Orientierung am eigenen Gewinn und die damit einhergehende Gier des Menschen stellt für ihn eine wesentliche Ursache der gegenwärtigen Krisenzeit dar. Im Blick auf den Anderen und dessen Not sieht der Seelsorger eine große Chance für die Menschlichkeit im Jahr 2009. Denn er weiß, dass in jedem Menschen große Kräfte und Fähigkeiten zur Gemeinsamkeit wohnen.

Verbeugungen und Zeit-Räume

Die Ich-Bezogenheit auf Kosten anderer stimmt Schwab „sehr bedenklich.” Dementsprechend ermuntert der Pfarrer die Menschen, darüber nachzudenken, vor wem oder was sie sich im Leben eigentlich verbeugen. Daran anschließend stellt sich die Frage, wie sich diese Verbeugung auf den Menschen auswirkt. Die Chance im Jahr 2009 liegt demnach darin, sich gelegentliche Zeiträume für diese Fragen zu schaffen und regelmäßig zu prüfen, wem oder was man eigentlich hinterher rennt.

Videobericht

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Nach-Denk-Hilfe

Im VOL Live-Videogespräch hat uns Josef Schwab seine Sicht auf die Dinge erläutert. Zudem hat er uns folgenden Text mit Fragen und Wünschen formuliert, der als kleine Hilfe dienen kann, den eigenen Beitrag für gemeinsame Verbesserungen zu leisten:

Hirten knien vor dem Kind in der Krippe.
In diesem Kind, in Jesus, ist Gott einer von uns geworden.
In Jesus ist Gottes Zuwendung zu jedem Menschen sichtbar und greifbar geworden.

Eine Anfrage an Dich und mich:
Vor wem oder was beuge ich mein Knie?
Wem oder was gilt meine Anbetung und Verehrung?
Macht es mich innerlich freier oder wird es mir zur Fessel?

Wer Gott als Herr seines Lebens anerkennt und ihm Ehre gibt, wer vor Jesus sein Knie beugt, der wird auch nach Jesu Vorbild vor jedem Menschen Respekt und Achtung haben (zumindest sich darum bemühen).

Das wünsche ich mir und Ihnen allen für das kommende Jahr:

– dass die Würde eines jeden Menschen geachtet wird (denn jeder Mensch ist in seiner Einmaligkeit Abbild Gottes);

– dass der Mensch nicht nur nach seiner Leistungsfähigkeit beurteilt wird;

– dass Rahmenbedingungen geschaffen werden, welche ein Ja zum Kind fördern;

– dass Solidarität wieder stärker praktiziert wird;

– dass alles unternommen wird, den Arbeitswilligen auch Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen;

– dass wir uns bemühen, gut übereinander zu reden und behutsam mit Vorurteilen umzugehen.

 

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